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Ein Schlüsselbegriff der Alchemie, ist der Ausgangsstoff des alchemistischen Prozesses, der aus einer noch unausgegorenen Substanz den Stein der Weisen macht. Wer diese offensichtlich symbolisch begründete Theorie in die Laboratoriumspraxis zu übertragen sucht, wie dies im Laufe der Jahrhunderte immer wieder geschah, ist gezwungen, mit den absonderlichsten Stoffen zu experimentieren, auf welche die paradox wirkenden Beschreibungen in den alchemistischen Traktaten zum Teil zutreffen (Blut, Sternschnuppen-Gallerte, Eiweiß, Tau, Regenwasser, Steinkohle, Fäkalien usw.) und kann den Misserfolg dem nicht erkannten Ausgangsstoff zuschreiben oder ist gezwungen, die Materia Prima entgegen der Textaussage nicht als eine Natursubstanz, sondern als bereits vorbearbeitetes Produkt anzusehen. Wahrscheinlicher ist der religionsgeschichtlich basierte Ansatz, den noch unentwickelten Menschen selbst als die wahre Materia Prima zu interpretieren, in dem der Keim für die Ausprägung des spirituellen Endstadiums bereits anlagemäßig vorhanden ist. Dann wären die pseudo-chemischen Operationen des alchemistischen Prozesses nur Sinnbilder der seelischen "Entschlackung" und verhüllende Metaphern für einen häretischen (gnostischen Läuterungsvorgang, der aus einer "Materie in statu nascendi" den Geistmenschen macht: eine Doktrin, die oftmals unter dem Mäntelchen einer praxisnahen und daher unverfänglichen Goldkocherei verborgen wurde, um nicht Anstoß zu erregen. |