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Kultplätze


Varianten

Aschenaltäre

In die graue Vorzeit der Heroen verweist die Sage der Gründung der ältesten Kultstätte des Zeus im zentralen Heiligtum von Olympia: der große Aschenaltar, kultischer Mittelpunkt der Altis. Im Freien, in einem umhegten heiligen Bezirk, stieg der Rauch der Weihegaben empor und schuf die Verbindung zu den himmlischen Mächten. Gebete und Gesänge, Tänze und rituelle Umzüge werden - wie im alten Griechenland - auch die Opferfeierlichkeiten unserer Vorfahren begleitet haben.
Aschenaltäre an naturheiligen Orten als religiöser Mittelpunkt größerer Gemeinschaften sind für unseren Raum ab der frühen Bronzezeit nachgewiesen worden, Zeugen einer gemeinsamen alteuropäischen Wurzel von Kult und Opferbrauchtum. Die Asche der dargebrachten Speisen und Getränke, der verbrannten Knochen und der zugehörigen zerbrochenen Tongefäße wuchsen teilweise zu meterhohen Hügeln empor.
Die Lage der Kultstätte auf einem heiligen Berggipfel, einem Abhang oder im weiten Talkessel ließ das hoch auflodernde Feuer von weither sichtbar sein.

Bergheiligtümer

Nach der römischen Besetzung des keltischen Gebietes wurden die mit römischen Götternamen belegten einheimischen Gottheiten, die in der keltischen Naturreligion wurzelten, vielerorts weiterhin in Heiligtümern auf beherrschenden Bergen verehrt.
Bergheiligtümer lassen sich in vielen Ländern des antiken Europa und Asien nachweisen als Erscheinungsorte oder Sitz von Göttern, als Verbindungsstätten zwischen Erd- und Himmelsgottheiten. Berge waren "Wesen mit Herzen, die der Kundige schlagen hörte". Noch in unserer zeit weigerten sich in Irland, bei der Anlage eines Flugplatzes einen Hügel abzutragen, weil dort die "Feen" säßen.

Brandopferaltäre

Vergleichbar den griechischen Naturheiligtümern und Opfersitten gibt es auch in Mitteleuropa seit der Bronzezeit Brandopferplätze. Auf herausragenden, von weither sichtbaren Bergvorsprüngen und Felskuppen wurden Feuer entzündet und auf dem Brandopferaltar Tiere, Getränke und Speisen mit den zugehörigen - rituell zerschlagenen - Tongefäßen im emporsteigenden Flammenrauch den Gottheiten geweiht. Über viele Jahrhunderte immer wieder an denselben Plätzen. Die frühen Kelten übernahmen Kult und Rituale von ihren Altvorderen und traten nach überkommener Sitte an den geweihten Orten in Verbindung mit ihrer Gottheit. 

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Kultfelsen

Wie in Athen der heilige Felsen die ursprüngliche Kultstätte bildete, waren auch unseren Vorfahren "von Natur aus" auffällige Berggipfel, schroffe Abhänge oder einzelne, einsam emporragende Felstürme heilig. Archäologische Funde bestätigen für unseren Raum die antiken Überlieferungen der Verehrung von Gottheiten an Felsaltären. 
Das Opferbrauchtum an Felstürmen ist kontinuierlich von der Jungsteinzeit bis zur römischen Besetzung der keltischen Gebiete belegt. Auf einem Plateau vollzog der Priester die rituellen Kulthandlungen und stürzte die geweihten Gaben samt Tongefäßen - um sie dem profanen Gebrauch zu entziehen - den Felsen hinunter.

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Kulthöhlen

Religion/Magie und tägliches Leben waren für den Jäger der Alt- und Mittelsteinzeit untrennbar miteinander verwoben. Seine Höhlen waren Wohn- und Kultraum zugleich. Irgendwann - vor etwa 60000 Jahren - begannen die Menschen horizontale Wohnhöhlen und Siedlungsplätze von tabuisierten Kulthöhlen zu trennen, in denen die Opfergaben in senkrecht in das Erdinnere führenden Spalten und Schächten deponiert wurden.

Spätkeltische Heiligtümer ("Viereckschanzen")

In den heiligen Hainen der Kelten wurden die religiösen Rituale unter freiem Himmel gefeiert. Der Kultbezirk war vom profanen Außen durch eine rechteckige Einfriedung aus Reisig und Holz abgetrennt, später durch Erdwall und Graben. In diesen nemeta - ein keltisches Wort für geweihter Ort, Hain, Heiligtum - leiteten die in höchstem Ansehen stehenden keltischen Priester und Seher rituelle Zusammenkünfte und Opferzeremonien.
Die heiligen Plätze der Kelten lagen abseits von Siedlungen, in gesuchter Abgeschiedenheit von den politischen und wirtschaftlichen Zentren, wie wir es auch von den antiken Heiligtümern kennen.
Die quadratischen oder rechteckigen Anlagen von 60 m bis 140 m Seitenlänge mit einem Eingang, der niemals im Norden liegt, sind aus dem keltisch besiedelten Gebiet von Böhmen bis Frankreich bekannt. Man hielt sie zunächst für römische Verteidigungsanlagen und bezeichnete sie als "Vierecksschanzen", wie sie in der Literatur noch heute überwiegend heißen.
Die heilige Stätte befand sich häufig in der Nähe einer Quelle und wurde durch ein hölzernes Torhaus betreten. Das Innere - nur mit einigen mächtigen alten Eichen bestanden - war eine große leere Fläche für rituelle Versammlungen und Umzüge. In einigen Anlagen wurden bis zu 35 m tiefe Opferschächte und ein kleines hölzernes Kultgebäude entdeckt, Vorgänger des späteren gallischen Umgangstempels aus Stein.
Immer wieder ist bei der erstaunlichen Gleichartigkeit der nemeta nach einer höhergeordneten Orientierung der Erbauer gefragt worden, nach einer Ausrichtung auf Sonne, Mond, die Bahnen der Planeten. Wir wissen darüber noch nichts.
Eine ungewöhnliche Konzentration von 13 keltischen Heiligtümern ist südlich von München entdeckt worden. 

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Zeittafel der Kulturstufen

Jungpaläolithikum (Altsteinzeit)

bis etwa 10000 v. Chr. 
Jäger und Sammler. Jagdzauber und Bildmagie, Verehrung eines höchsten Wesens als Jagdglückspender; kultische Deponierungen in Höhlen, Flüssen und Teichen; Höhlenmalerei, Plastiken, jagdzauberische Idole

Mesolithikum (Mittelsteinzeit)

etwa 10000 bis etwa 6000 v. Chr.
Ende der Eiszeit, umherziehende Jägerhorden, Fischer, erste Kulturen mit Bodenanbau und Tierzucht. Weiterhin kultische Versenkungen als Jagdopfer der Renjäger; Kultpfähle, schematisierte Tier- und Menschenbilder und -plastiken; kreis- und strahlenförmige Zeichen an Felswänden

Neolithikum (Jungsteinzeit)

etwa 6000 bis etwa 2000/1800 v. Chr.
Bauern und Hirten, im Norden weiterhin Jäger. Bäuerliche Fruchtbarkeitsriten (im Orient Kult der Großen Göttin, der Erd- und Muttergöttin); Jahreskreisfeste mit Umzügen und Opferfeiern, Niederlegung von Weihegaben zur Fruchtbarkeit von Menschen, Tieren und Pflanzen an naturheiligen Orten; weibliche Statuetten (Ahnmütterkult?); Erdwerke mit Wall und Graben als zeremonielle Einhegungen; blutige und unblutige Höhlenopfer, ritueller Kannibalismus in Schachthöhlen; Steinkult: Menhire, Steinkreise und -alleen (Megalithkultur als Ahnen-, Himmels-, Sonnenkult?), vermutlich hochentwickelter Priesterstand.

Bronzezeit

etwa 2000/1800 bis etwa 750 v. Chr.
Aufblühen von Handwerk und Handel. Fortgesetzte Verehrung naturheiliger Orte, Schachthöhlenkult und Versenkungsopfer: kultische Deponierungen in Höhlen, Flüssen und Mooren, an Quellen und auf Bergen; neu: Brandopfer von Tieren, die sich zusammen mit zerbrochenen Tongefäßen zu Aschenaltären auftürmen können (Brandopferplätze); Geschirropfer an heiligen Felsen; Schalensteine.
Ab der Bronzezeit verschiedene Kategorien der Verehrung und des Opfers, die erst im Laufe des Frühmittelalters durch das Christentum verdrängt und verboten - aber nicht beseitigt - wurden.

Vorchristliche Eisenzeit

etwa 750 v. Chr bis Christi Geburt
In Süddeutschland keltische, in Norddeutschland (schon germanische?) Stämme mit hochentwickeltem Priesterstand. Weiterhin Quell-, Fluß- und Mooropfer, heilige Haine, Felsen und Berge, Schalensteine, Brandopferplätze der frühen Kelten. Ab dem 5. Jahrhundert v. Chr. keltische "Viereckschanzen".

Nachchristliche Eisenzeit

ab Christi Geburt
Weiterhin Moor-, Quell-, Fluß- und Bergheiligtümer und heilige Haine. Wieder Brandopferplätze keltischer Tradition in Süddeutschland; neu: steinerne gallorömische Umgangstempel, große steinerne Kultbezirke an den alten naturheiligen Orten, Heiligtümer der keltisch-germanischen Muttergöttinnen.
Nach der Völkerwanderungszeit Einwanderung der Slawen in das wohl von den Germanen zu großen Teilen verlassene Gebiet zwischen Elbe und Oder.  Zum Teil Übernahme der germanischen Kultstätten; Gebete, Opfer, magische Handlungen, Opferpriester und Wahrsager, heilige Bäume, Haine, Berge, Wasser, Steine; zentrale Heiligtümer; umfangreiche Tempelbauten besonders im 11./12. Jahrhundert.
Christliche Verbote (z. T. bei Todesstrafe) der "heidnischen" Kulte und der Verehrung von überlieferten heiligen Stätten.
782 im "Blutgericht von Verden" Sieg Karls d. Gr. über die heidnischen Sachsen.

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Orte

Baden-Württemberg

Petersfels bei Engen im Hegau

Ein 12000 Jahre alter eiszeitlicher Lagerplatz in der Höhle mit freiem Gelände davor. Hier wurden kleine stilisierte Figuren aus fossiler Holzkohle gefunden: Venus-Statuetten, eine winzige detailgerechte Imitation einer Muschel, die Nachbildung eines Käfers, Fischdarstellungen auf Geweih- und Lochstäben, Gravierungen und Ritzungen.

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Dietfurter Höhle bei Sigmaringen

Über Jahrtausende hin bis in die Neuzeit hinein ist die Burghöhle immer wieder kultisch begangen worden. Speise- und Trankopfer wurden deponiert, rituelle Versammlungen zogen um eine Steinplatte mit einem überdurchschnittlich großen Gefäß, in dem ein geschliffener Kiesel lag. Aus der Bronzezeit stammen die Überreste eines Menschenopfers. Im Dritten Reich wurde die Höhle als altes germanischen Heiligtum angesehen und entsprechend ausgebaut. Noch nach dem Zweiten Weltkrieg suchten Raubgräber nach einem angeblich verborgenen "goldenen Kegelspiel".

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Menhir von Degernau

Auf der Anhöhe des "Bühlhölzle" steht der 1,80 m hohe Menhir nicht weit von einem rekonstruierten Großsteingrab im Gewann "Toter Mann". Dessen Deckplatte (3,3 t) und ein Teil der Giebelplatte mit kreisrundem "Seelenloch" sind original erhalten.

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Mooropferplatz am Federsee

"Schatzwiese" wird die Parzelle am Federseemoor bei Kappel heute noch genannt. Wertvolle Bronzen wurden hier bei den berühmten - und umstrittenen - urgeschichtlichen Pfahlbausiedlungen entdeckt, die Reste von acht Kinderschädeln ohne Unterkiefer, Holzskulpturen, Mondidole (ausgestellt im Federseemuseum Bad Buchenau). Das Federseegebiet, seit der Steinzeit besiedelt, erscheint mit seinem versumpften Schilfwald voller seltener Gräser, Pflanzen und Tiere auch heute noch wie eine verwunschene Fabelwelt.

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Brandopferaltäre

Messelstein von Donzdorf

Ein kleiner Felsvorsprung mit einem weiten Blick über das Lautertal. Hier wurden in einer dicken schwarzen Schicht große Scherbenmassen der rituell zerschlagenen - um sie dem profanen Gebrauch zu entziehen - Tongefässe entdeckt. Das Feuer auf diesem über einem Abhang hervorspringendem Felsplateau muss von weither gesehen worden sein. Unterhalb der Plattform liegt eine kleine Höhle mit Felsdurchblick in die Ebene.

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Brandopferplatz im Homburger Wald bei Lörrach

Flache Kuppe auf einer Anhöhe. Immer noch werden hier Mengen kleiner Scherben gefunden, Reste zahlreicher, hier rituell zerschlagener Tongefäße, die die Opfergaben - Speise und Trank - enthielten.

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Rockenbusch bei Buchheim

Ein alter Brandopferplatz, übersät mit unzähligen kleingeschlagenen Gefäßresten und mit Brandspuren. Der jetzt bewaldete Bergvorsprung Rockenbusch ist eine steil abfallende, ins Donautal vorspringende Felsnase, die vom Bergmassiv durch ungewöhnlich tiefe, von Menschenhand geschaffene Einschnitte abgetrennt ist.

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Opferplatz Bräunlingen-Waldhausen.

Er liegt wenige Schritte neben der Burgruine Dellingen. Die Ausgräber entdeckten Knochenreste von Schaf, Ziege, Rind und die Scherben von über tausend Weihegefäßen.

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Viereckschanzen

Altheim-Heiligkreuztal

In den ehemaligen Klosterwäldern südlich von Heiligkreuztal hat man drei "Viereckschanzen" entdeckt. Die erste befindet sich westsüdwestlich der Klosterkirche auf einer flachen Kuppe über dem vom Nußbach durchflossenen Wiesengelände.

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Aldingen-Aixheim

In dichtem Unterholz versteckt und nicht leicht zu finden ist die fast quadratische Schanze vom Eichenhofswald mit 60 m Seitenlänge.

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Handheim-Gerichtstetten

1885 war hier die Geburtsstunde der Viereckschanzenforschung, als Kreisrichter Wilhelm Conrady auf die "Schanze" hinwies. Die Ausgräber kamen zu der Überzeugung, ein prähistorisches landwirtschaftliches Gehöft vor sich zu haben. Das Heiligtum liegt in der Abteilung "Zimmerwald".

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Königheim-Brehmen

Im Wald östlich von Königheim-Brehmen liegt die Hauptschanze von 113 x 78 m. Südlich davon ein 500 m langer Wall und - wiederum südlich hiervon - eine weitere kleine Schanze

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Heidenheim-Schnaitheim

Bei Heidenheim (südlich von Aalen) hat man eine sehr gut erhaltene Kultanlage entdeckt, die mit 100 x 110 m Seitenlänge annähernd quadratisch ist. Der Wall setzt an der Westseite, wo sich das Tor befand, für 8 m aus (der Graben läuft weiter). Wie so oft ist auch hier die Innenfläche des heiligen Bezirks gegenüber dem Umland erhöht. (Die Wege über den Südwall sind neuzeitlich).

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Nattheim-Fleinheim

Etwas ungewöhnlich liegt die Kultanlage auf einem Bergrücken, knapp außerhalb einer die Spitze des Berges umgrenzenden Befestigung. Die Ecken - auch das ist unüblich - erscheinen abgerundet.

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Kirchheim am Ries

Das Heiligtum befindet sich in der Nähe des Ipf, der großen, ehemaligen keltischen Fürstenburg bei Bopfingen. Das Innere der Anlage ist gegenüber dem Außengelände um etwa 1 m erhöht.

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Leinfelden-Echterdingen

Die annähernd quadratische Kultstätte von knapp 100 m Seitenlänge ist sehr gut erhalten. Sie liegt auf der höchsten Erhebung am Waldrand des "Federlesmahd". Bereits 1901 wurde die Anlage untersucht.

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Nürtingen

Die Anlage wurde erst 1951 entdeckt, Ausgrabungen fanden noch nicht statt. Der Grundriss ist fast quadratisch mit Seitenlängen um 100 m . Die Westseite - mit dem vorgelagerten Graben - ist am besten zu erkennen.

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Obermarchtal

Nordöstlich des Kultplatzes liegt ein ausgedehntes Grabhügelfeld von etwa 70 Hügeln, die - sofern sie im Wald liegen - noch recht gut erhalten sind.

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Pliezhausen-Rübgarten

Die Wälle der leicht schiefwinkligen Anlage sind um die 130 m lang. Die erhaltenen Ecken sind deutlich überhöht. Der Torbau in der Mitte der Südostseite ruhte auf zwölf mächtigen Holzpfosten, der Graben ist anscheinend von einer Holzbrücke überspannt worden. Die älteste Anlage war offensichtlich von einem Zaun aus Zweigen eingehegt. In der Nordecke fanden sich die Reste eines kleinen Holzgebäudes.

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Rottweil-Neukirch

Nördlich von Neukirch, westlich des Vaihinger Hofes liegen im Vaihinger Wald zwei "Viereckschanzen", das "Heidenstädtle", gut erhalten, aber im Unterholz verborgen, und südlich davon die zweite "Schanze", vom Waldweg durchschnitten.

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Bergheiligtümer

Die Kultstätte des Merkur auf dem Staufenberg bei Baden-Baden

Vor allem Merkur galt als Gott der Berge, Strassen und Pässe, der Gott des Handels und der Reisenden. Mit Merkur wurde von den Römern der mächtige keltische Gott Teutates umschrieben. Auf dem Staufenberg bei Baden-Baden war eine seiner Kultstätten.

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Das Bergheiligtum der Diana Abnoba bei Rötenberg

Die durch ihre Attribute als einheimische Herrin des Schwarzwaldes gekennzeichnete Göttin wurde in einem Heiligtum mit Quelle und Umgangstempel verehrt. Alte Mauerreste sind im Wald noch gut erkennbar.

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Der Heiligenberg bei Heidelberg

Auch auf dem schon in der Steinzeit besiedelten und von ausgedehnten vorgeschichtlichen Befestigungen umgebenen Heiligenberg befand sich ein Bergheiligtum. Kelten, frühe Germanen, Römer und Christen verehrten in einer ununterbrochenen kultischen Tradition hier ihre Gottheiten. (Im Dritten Reich wurde der Heiligenberg zur "germanischen Feierstätte; der mächtige Thingplatz ist noch gut erhalten").
Auch die dem St. Michael geweihte Basilikaruine auf dem Gipfel ist Hinweis auf einen vorchristlichen Bergkult: Michaelskapellen wurden oft am Orte heidnischer Kultstätten errichtet. Hier ist die Ablösung des Merkurkultes durch den christlichen Miechaelskult archäologisch belegt: Unter der Basilika liegt ein gallorömischer Tempel. Auch die "collosalische" Statue Dianas ist überliefert.
In den Sagen über Hexenumzüge, die sich um den Berg weben, entdeckt man die Reste heidnischer Kultumzüge.

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Der Michaelsberg bei Cleebronn

Der das umliegende Land beherrschende Berg bei Cleebronn wird heute noch Gudingsberg oder Wudingsberg genannt. Unterhalb der schon 793 benannten Michaelskapelle wurde ein gallorömischer Zugang entdeckt.

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Der Michaelsberg bei Gundelsheim

Auch der Michaelsberg am Neckar ist eine "uralte Kultstätte". In der romanischen Kapelle steht an der Südseite in einer Nische ein Weihealtar des Jupiter und der Juno.

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Das Merkurheiligtum bei Neuhausen

Nicht weit entfernt liegt das einheimisch-keltischen Gottheiten geweihte Merkurheiligtum bei Neuhausen. In Baden-Württemberg sind zur Zeit der römischen Besetzung keinem Gott so viele Bildwerke gestiftet worden wie Merkur, dem Gott der Kaufleute und des Handels. Die Bedeutung seines einheimischen göttlichen Vorgängers Teutates trug sicher viel zu seiner Beliebtheit bei. Die keltische Göttin Rosmerta ist ihm im gallischen Raum als Kultgenossin beigesellt.

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Eselsburger Tal bei Heidenheim

Durch seine Eiszeithöhlen und archäologischen Ausgrabungen bekannt. Hier sind es die "Steinernen Jungfrauen", die aufgesucht werden.

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Quelle im Hungerbrunental

Sie soll immer dann besonders stark sprudeln, wenn sich Katastrophen anzeigen. Es wird erzählt, daß die Quelle 1914 und 1939 besonders stark gesprudelt habe, und seit Tschernobyl kommt ohne Unterlass so viel Wasser hervor, daß sich fast ein kleiner Fluß gebildet hat.

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Knillwäldchen bei Sontheim

Hier liegt "ein alter Zauberer". Als "Heiliger Hain" wird der Wald bezeichnet, als alte Orakelstätte - auch ohne archäologische Beweise. Tatsächlich umfängt die Menschen, wenn sie zwischen den beiden hohen Bäumen hineingehen, eine Art heiliger, ehrfürchtiger Atmosphäre. Und es ist gut vorstellbar, daß schon zu uralten Zeiten Menschen hier ihre Naturreligion ausübten.

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Bayern

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Kultfelsen

Der Rabenfels bei Neuhaus

Der Neutrasfelsen bei Hersbruck

Der Maximiliansfelsen bei Krottensee

Der Motzenstein bei Wattendorf

Die Chamnitzen bei Kümmersreuth

Der Hohle Stein bei Stücht

Der Maifelsen bei Essing

Die Schellnecker Wänd bei Essing

Der Abschnittswall im Walde Brand

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Aschenaltäre

Der Rollenberg bei Hoppingen

Der Weiherberg bei Christgarten

Der Osterstein bei Unterfinningen

Der Stätteberg bei Unterhausen

Der Wasserfeldbühel bei Oberaudorf

Der Brandopferplatz von Schongau

Der Weinberg bei Burggen

Der Auerberg

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Kulthöhlen

Die Jungfernhöhle von Tiefenellern

Das Felsenloch von Plech

Die Breitensteiner Bäuerin

Die Hexenküche im Kaufertsberg bei Lierheim

Die Ofnethöhlen bei Holheim

Der Hohlestein bei Edernheim

Die Silberlochhöhle im Galgental

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Vierecksschanzen

Die keltischen Vierecksschanzen südlich von München

Poign

Laibstadt

Custenlohr

Der Merkurtempel auf dem Greinberg bei Miltenberg

Die Ortungen um Emetzheim

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Berlin

Opferplatz Groß-Glienicker See, um 1150 v. Chr.

Germanische Brunnenopfer in den Lasszinswiesen Berlin-Spandau, um 100 n Chr.

Slawischer Umgangstempel in Berlin Spandau, um 970 n Chr.

Der Schalenstein im Glienicker Volkspark

Die Opferschächte auf der Großen Reiherwerder

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Hamburg

Der Zisternenfund von Rahlstedt

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Hessen

Der Hohlestein bei Dörnberg

Die Steinkammer-Höhlen bei Breitscheid-Erdbach

Die Wilhelmsteine bei Dillenburg

Der Kapellenberg bei Hofheim am Taunus

Der Menhir von Wolfershausen

Der Menhir von Maden

Der Dünsberg bei Gießen

Das Jupiterheiligtum der Haselburg bei Hummetroth

Flußopfer im Alten Neckarbett bei Goddelau

Der Bleibeskopf im Taunus

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Niedersachsen

Der Wurmberg bei Braunlage

Der Altarstein bei Dransfeld

Der Schalenstein bei Wiershausen

Die Rothesteinhöhle im Ith, Die Kinderhöhle, Die Nasensteinhöhle

Die Einhornhöhle bei Scharzfeld

Die Lichtensteinhöhle bei Dorste

Die Apenteichquellen bei Winzenburg

Die Beusterburg bei Nordstemmen

Der Opferstein von Melzingen

Der Süntelstein bei Vehrte

Der Teufelsstein von Restrup

Die Kultstätte im Dalsch bei Hohenaverbergen

Der Giersberg bei Armsen

Der Sachsenhain von Verden

Der Kulthügel von Kirchwalsede

Die Kultfiguren im Wittemoor bei Oldenburg

Ein "steinalter" Weg am Ewigen Meer bei Aurich

Upstalsboom bei Aurich

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Nordrhein-(Westfalen)

Das Matronenheiligtum von Pesch

Das Matronenheiligtum von Zingsheim

Das Matronenheiligtum von Nettersheim

Ein zentrales Stammesheiligtum bei Aachen - Kornelimünster

Das Matronenheiligtum von Nideggen-Abenden

Der Steinkreis von Oberdollendorf

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(Nordrhein)-Westfalen

Die Externsteine bei Horn

Die Steinsetzungen im Leistruper Wald

Der Ulenstein bei Bad Driburg-Alhausen

Ein germanischer Opferplatz in Soest-Ardey

Die Schalensteine im Brennerberg am Niesetal

Die Bruchhauser Steine bei Brilon

Die Kulthöhlen des Hönnetals

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Rheinland-Pfalz

Das Quellheiligtum Wallenborn bei Heckenmünster

Das Quellheiligtum bei Hochscheid

Der Heideborn bei Trier

Das Quellheiligtum von Möhn

Das Bergheiligtum von Fell

Matronenheiligtum am Bellberg

Goloring - Henge-Heiligtum im Koberner Wald

Dianadenkmal und Fraubillenkreuz auf dme Ferschweiler Plateau

Mithrasheiligtum von Schwarzerden

Viereckschanze auf dem Donnersberg

Quellheiligtum Heidenfels bei Kindsbach

Waldheiligtum Dianas bei Hilst

Brunholdisstuhl - ein germanisches Heiligtum über Bad Dürkheim

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Saarland

Mithrashöhle von Saarbrücken

Stumpfer Gipfel bei Homburg

Gollenstein von Blieskastel

Quellheiligtum Sudelfels bei Ihn

Kultschächte von Bliesbrücken (Lothringen)

Tempelbezirk im Bierbacher Klosterwald

Waldheiligtum Dianas im Hunnenring von Otzenhausen

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Schleswig-Holstein

Thorsmoor von Süderbrarup

Heilige Quelle von Süderbrarup

Schalensteine im Sachsenwald

Kultplatz Forst Hahnheide bei Trittau

Opferteich von Möhnsen in Lauenburg

Opferteiche von Ahrensburg-Stellmoor

Götterpaar und der Brandopferplatz von Braak bei Eutin

Zauberwald Ruser Steinbusch

Prove - ein slawisches Heiligtum in Oldenburg

Rote Maaß bei Damp

Hechtmoor bei Satrup

Mooropferplatz bei Wees/Flensburg

Schalenstein von Bunsoh

Burgwälle auf den Nordfriesischen Inseln Föhr und Sylt

Helgoland = Heiliglant

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Die neuen Bundesländer

Der Slawische Tempel von Kap Arkona

Der Schalenstein von Blengow

Der Steintanz von Boitin

Der tausendjährige Tempelort Groß Raden

Der Schälchenstein von Görnow

Die Kulthalle von Parchim

Die Fischerinsel im Tollensesee

Der Schloßberg bei Feldberg

Der Opferplatz von Buchow-Karpzow

Die slawische Kultstätte bei Saaringen

Die Opferschächte von Lossow

Menhire bei Benzingerode

Der Königsstein bei Westerhausen

Fels- und Quellheiligtum bei Halberstadt

Der Lehof von Quedlinburg

Die Gegensteine von Ballenstedt

Ringheiligtum von Quenstedt

Queste bei Questenberg

Dölauer Jungfrau bei Halle

Petersberg bei Petersberg

Dolmengöttin von Langeneichstädt

Trojaburg von Steigra

Kannibalenhöhlen im Kyffhäuser

Burzelberg bei Hohburg

Berg Oybin

Schafberg bei Löbau

Die Germanische Kultstätte von Oberdorla

Wetzstein bei Buttelstedt

Opferplatz von Oelknitz

Bärenkeller bei Garsitz

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