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Gilgamesch

Der Held eines sumerisch-babylonischen Epos, in dem die erfolglose Suche eines Menschen nach dem Geheimnis der Unsterblichkeit das die missgünstigen Götter hüten, erzählt wird.

Die wichtigste erhaltene Fassung stammt aus der Assurbanipal-Bibliothek in Ninive aus dem 7. Jahrhundert v. Chr., ältere Fragmente weisen jedoch auf ein viel früheres Datum, etwa am Beginn des zweiten Jahrtausends v. Chr., hin.

Aus Angst vor dem Tod zog Gilgamesch aus, um Utnapischtim (Noah), den Fluthelden, zu suchen, der ihm als einziger unsterblicher Mensch das Geheimnis offenbaren konnte. Nach vielen Abenteuern fand Gilgamesch den Patriarchen, der ihm eine magische "Rose" des ewigen Lebens gab. Gilgamesch nahm die Pflanze an sich, sie wurde jedoch von einer Schlange gestohlen. So erlangte die Schlange als einzige Kreatur die Unsterblichkeit. Sie besitzt die Fähigkeit, sich ohne irgendein Zwischenstadium im Totenreich zu häuten und periodisch zu erneuern.

Auf seiner Reise begegnete Gilgamesch der Großen Göttin in der Verkleidung einer Wirtin - in dieser Gestalt spendete sie den Göttern den Wein der Unsterblichkeit. Ihr Name war Siduri Sabitu, die Gebärerin des Weines; später wurde sie von den Sufi-Philosophen als die Göttin Saki übernommen, die jedem Menschen den Kelch der "offenbarten Wahrheit" eingießt. In Griechenland hieß sie Oenothea, "die Weingöttin".

 

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