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Wir leben in einen fortschreitenden Verfall aller Werte, und dieser ungute
Zustand äußert sich im Geist vieler als dunkle Vorahnung eines
bevorstehenden Endes. Man spürt, daß diese Zeit der Unordnung
noch ein wenig so weitergehen kann, aber nicht bis ins Unendliche. [...]
In der hinduistischen Lehre hat die heutige Zeit den namen Kali-yuga,
das dunkle Zeitalter, das zu einem großen Äquinoktialzyklus
namens Manvantara gehört. Dieser Zyklus dauert insgesamt 25920 Jahre,
das sind die Erdenjahre, welche die Sonne Braucht, um wieder an die Stelle
zurückzukehren, wo sie sich zur Frühllingsgleiche befindet. Der
Zyklus besteht aus vier Phasen: Devapara-yuga, Tetra-yuga, Satya-yuga und
Kali-yuga, sie sind wie die Jahreszeiten eines großen kosmischen
Jahres. Das Leben des gesamten Universums verläuft wie das des Individuums
in wechselnden, wiederkehrenden Zyklen, in einer geordneten Progression,
nach ienem göttlichen Plan und durch Gesetze bestimmt. Wärend
dieser Zeitabschnitte vollziehen sich auf unserem Planeten grandiose Phänomene
wie die Dislokation der Pole und das darauf folgende Schmelzen der Eismassen
sowie das Untergehen und Auftauchen des festen Landes mit der natürlichen
Verschiebung klimatischer Zonen und dem Entstehen und Vergehen überlieferter
Rassen und Kulturen.
Die uralten Überlieferungen des Hinduismus sind durch die chaldäische,
die hebräische, die ägyptische und die griechische Kultur ins
Abendland gelangt. So schreibt Hesiod von den vier Phasen der Menschheitsgeschichte:
Die erste ist das goldene Zeitalter, die zweite das silberne, die dritte
das kupferne und die vierte das eherne. Das entspricht der orientalischen
einteilung. Was die Dauer betrifft, so sind die vier yuga des Manvantara,
obschon alle durch 25920 teilbar, doch nicht gleich. Wenn wir also für
den gesamten Zyklus 10 annehmen, dann entfallen auf die erste, die längste
Phase 4, auf die zweite 3, auf die dritte 2 und auf die letzte, die kürzeste,
1. Das steht in Einklang mit den verschiedenen anderen Prophezeihungen,
die alle von der kurzen Dauer des schlimmsten Zeitalters sprechen, denn
die Gewalttätigkeiten wirken unmittelbar in ihrer zerstörerischen
Kraft, während die schöpferischen Handlungen das konstuktive,
langsame Werden eines dauerhaften Werkes zeigen.Über die Phase, die der gegenwärtigen dunklen Zeit folgen
wird, sind sich alle Prophezeihungen einig; denn der Zyklus wird wieder
mit einer glücklichen Epoche, einem goldenen Zeitalter, von vorne
anfangen.
(aus: "Die großen Weissagungen über die Zukunft der Menschheit"
von A. Voldben)
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