
der Doppelhügel von Catal, Anatolien, wurde von James Mellaart eher
zufällig entdeckt und seit 1961 teilweise ausgegraben. Dabei ergab
sich eine archäologische Sensation: Das schon vorher bestehende Jägerdorf
entwickelte sich um 7500 v. Chr. zur ersten geschichtlich nachweisbaren
"Pueblo-Stadt" und wurde aus unbekannten Gründen um 5600 v. Chr. aufgegeben.
Die Bewohner zogen auf die andere Seite des Flusses, dessen Stadtschichten
nach und nach ebenfalls einen Hügel bildeten. Die ineinander verschachtelten
Wohnräume der Häuser mit senkrechten Wänden waren schließlich
nur noch von oben über Leitern zugänglich. Malereien an den Wänden
erinnern auf verblüffende Weise an die Höhlenzeichnungen von Lascaux und Altamira.
Die Häuser wurden aus Lehmziegeln von 32 x 16
x 8 cm Größe mit versetzten Fugen gemauert, gestützt durch
Holzbalken in Fachwerkbauweise. Die Töpferwaren wurden halbindustriell
gefertigt. 14 Kulturpflanzen wurden nachgewiesen, dazu Handmühle,
Stößel, Mörser und fein gewebtes, oft kunstvoll gefärtbtes
und verziertes Tuch. All diese Funde bezeichnen die Archäologen heute
als "unbekanntes Kulturerbe".
Ressourcen:
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Die ersten Hochkulturen
Virituelles Architekturmuseum
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