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Griechischer Gott der Mantik und Musik, wahrscheinlich aus Kleinasien (Lykien) stammend. Sein ambivalentes Wesen zeigt sich in seinen Attributen: die Pfeile seines Bogens bringen Krankheit und Tod (Pestgott), mit der Lyra (Leier) erheitert er die Menschen (Musagetes = Anführer der Musen). Schon früh hat er apotropäische Funktionen: in Gestalt eines Steinpfeilers schützt er Straße und Haus, als Lykeios bewahrt er die Herden vor den Wölfen, als Smintheus vernichtet er die schädlichen Feldmäuse; später - vor allem auch in Rom - ist er Heilgott, Vater des Asklepios. Als Orakelgott spricht er durch den Mund der von ihm inspirierten Seherin (in Delphi die Pythia) zu den Ratsuchenden. Apollon hat besondere Beziehungen zum Lorbeerbaum - er selbst schmückte sich als "Reiner" (Phoibos) mit seinem Lorbeerkranz und -zweig -, zur Plame (die bereits bei seiner Geburt seiner Mutter hilfreich war), zur Schlange (Heilsymbol) und zu Wolf und Delphin, in die er sich verwandeln konnte und die in symbolischer Weise die zwei Seiten des Gottes (Bedrohung und Rettung) zum Ausdruck bringen. Kurz vor seiner Geburt umkreisten singende Schwäne den Ort, wo seine Mutter in Wehen lag; in einem Gespann von Schwänen entführte er später die schöne Kyrene. Im homerischen Epos (Ilias 1, 47) schreitet Apollon der Nacht gleich einher. Erst später wird die Lichtnatur hervorgehoben, so heißt es von seiner Geburt, daß die Fundamente der Insel Delos in Gold (Farbe der Sonne) erstrahlten und ein Hahn (Künder des Tages) anwesend war. Seit dem 6. vorchristl. Jh. ist die Verehrung als Helios (Sonne) nachweisbar. Die Darstellungen Apollons, der ja auch Garant der sittlichen Ordnung war, beeinflußten das Bild Christi, besonders im 4. Jh. |