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Abraxas

Gnostischer Gott, sowohl mit Mithras als auch mit Jahweh gleichgesetzt, in der Zeit der ersten ChristInnen "Unser Vater" und "Herr der Heerscharen" genannt. Wie Mithras repräsentierte auch Abraxas "die 365 Äonen", 365000 Jahre, die der gegenwärtigen Welt als Lebensspanne zugeteilt sind, was auf der hinduistischen Vorstellung basiert, daß ein Göttertag 1000 Menschenjahren entspricht.

Jüdische Schriftgelehrte brachten diesen Glauben in Psalm 90,4 zum Ausdruck und im "Ersten Buch Adam und Eva", in dem Gott sagt, daß seine fünfeinhalb Tage 5500 Jahre für die Menschheit bedeuten. Der Zahlenwert der Namen Mithras und Abraxas beträgt jeweils 365. Beide waren Götter der Numerologie.

Die rechtgläubige Christenheit betrachtete Abraxas schließlich als einen Dämonen, da er mit dem gnostischen Gott "Herr dieser Welt" verschmolz, dessen Attribute sowohl göttlich als auch dämonisch waren.

Als Schöpfer des Materiellen Universums wurde er für schlecht erklärt, da nach der gnostischen Lehre sämtliche Materie schlecht ist. Deshalb würden er und seine Werke - die materielle Welt selbst - am Jüngsten Tag zerstört werden. Trotzdem war Abraxas während des Mittelalters die bevorzugte Gottheit verschiedener häretischer Sekten.