Manu's Chaoslexikon
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- Pukku und Mikku
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Agga
"Der die Eselsmilch liebt", Sohn von Mebaragesi und sein Nachfolger als König von Kisch.
Aja
Göttin, Gemahlin des obersten Gottes An
Ama-terasu (japanisch)
die in ihren Grunzügen mit Inanna vergleichbare
Göttin des Himmels und der Erde in der Shin-to-Religion.
Amun-re (ägyptisch)
auch Amon-Re, eigentlich ein Herrscher des Mittleren Reiches, der um 2000
v. Chr. König über ganz Ägypten
wird. Der Doppelname nimmt bewußt Bezug auf den früheren Sonnengott
Re und die Macht der Schöpfungsgötter Atum und Ptah.
An (sum. Ki)
Oberster Gott in Sumer zur Zeit Gilgameschs.
Herrscht zusammen mit seinen Söhnen Enki und Enlil
im Zweistromland.
Anunnaki
Götter im Himmel und auf der Erde.
Niedere Götter der Frühzeit, die sich nach sumerischen, akkadischen
und babylonischen Keilschrift Texten über die harte Arbeit in den
Bergwerken beschwerten und die Züchtung von
Hilfswesen forderten, die nach den gleichen Quellen "Menschen" genannt
wurden.
Aquitanien (lateinisch)
Prähistorisches Siedlungsgebiet in Südwest-Frankreich (Dordogne),
in dem bereits vor 100 000 Jahren Neandertaler seßhaft waren nun
und in dem vor ca. 36.ooo Jahren erstmals die Cro-Magnon-Menschen
auftauchten.
Aratta (akkadisch)
"Erhabenes Bergland", Stadt, etwa in der Gegend des heutigen Kirman, Belutschestan.
Auch hier war Inanna Stadtgöttin.
Bergland im Iran, das nach den Keilschrifttexten Ursprung oder Zwischenstation
der von Osten nach Mesopotamien eingewanderten Sumerer gewesen ist.
Armorica (altkeltisch)
"am Meer", das uralt wirkende, schon in prähistorischen Zeiten trotz
stürmischer Wetter besiedelte Festland der Bretagne mit einer Fülle
verzierter Steinmonumente, den Cromlechs, Dolmen
und Menhiren bei Carnac, die älter als die Pyramiden
sind.
Aruru
Göttin, die erschafft, was An erdenkt.
Arya (iranisch)
bedeutet edel bzw. pflügen, aber auch Verbündete. Der Ausdruck
Arier, der von der Sprachwissenschaft als Definition für das Indogermanische/Indoeuropäische
benutzt wird, sagt nichts über irgendwelche Rassemerkmale.
Asakku
"Der den Arm schlägt", Krankheitsdämon.
Asen (germanisch)
von Odin beherrschtes frühes Göttergeschlecht mit Wohnsitz in
Asgard.
Asgard (germanisch)
der Wohnsitz der Göttergeschlechter "inmitten" der Erde.
Astarte (phönizisch)
im Alten Testament fälschlich Aschtoreth genannt, war neben anderen
westsemitischen Bezeichnungen wie Aschera und Anath einer der vielen Namen
für die sumerisch-assyrisch-babylonische Göttin Inanna/Ischtar
bzw. die ägyptische Isis.
Atlas (griechisch)
Sohn des Titanen Iapetos und der Hochsee-Nymphe Asia (Klymene) und Bruder
von Prometheus. Er stellte sich im sogenannten Titanenkrieg auf der Seite
der Menschen gegen die anderen Götter und muß zur Strafe dafür
für alle Zeiten Himmel und Erde auf seinen Schultern
tragen.
Azteken
Bei den Azteken gibt es eine Zeichnung der Götterheimat: ein großes
Boot auf hohen Wellen vor einem Inselberg, aus dessen Sjpitze ein breitgefächerter
Baum in den Himmel wächst. Die Azteken in Mexiko
glauben, daß ihr Ursprung auf einer Insel namens "Atzlan" liegt.
Azu
Frühe Ärzte, z. B. Wasser- oder Öl-Heilkundige, die auch
als Chirurgen tätig waren. Bereits in den frühen Zeiten Sumers
waren Medikamente und Heilverfahren für die verschiedensten Krankheiten
bekannt, z. B. gegen Zahnschmerzen, Epilepsie, Gelbsucht, Hämorrhoiden,
Pest, Ohren-, Augen-, Magenleiden, Geschlechtskrankheiten und Depressionen.
Bai Ulgen (sibirisch)
Bei den Altaistämmen beginnt der Aufstieg eines Schamanen zum Licht-Himmel
des Gottes Bai Ulgen über einen neunästigen
Baum, der ebenso heilig ist wie Yggdrasil.
Bergwerke
Bereits während der Eiszeit wurden Lagerstätten
von Feuersteinknollen planmäßig in Bergwerken
abgebaut, deren Schächte viele Meter in die Tiefe gingen. In den dunklen
Jahrtausenden zwischen dem Ende der Eiszeit und
dem Beginn der geschriebenen Geschichte gab es in Cornwall, das damals
noch nicht durch den Kanal von Armorica getrennt
war, Zinngruben zur Herstellung von Bronze in anderen
Regionen.
Beter-Statuen
Geweihte Figürchen unterschiedlicher Größe mit vor der
Brust gegeneinandergelegten Handflächen, aus Ton, Alabaster oder Sandstein.
Die Statuen hatten eine mediale Funktion für das Gespräch mit
den Göttern. Sie wurden täglich mit Opfergaben bedacht.
Bir Hurturre
"Brüllender Mörder der Schwachen", im Epos Krieger von Gilgamesch.
Brahma (indisch)
Gott der Weltschöpfung, der in alle vier Himmelsrichtungen zugleich
sehen kann, um ordnend einzugreifen. Aus seinem Urei entstehen die verschiedenen
Bereiche der Schöpfung. Als Brahma einstmals ruhte, stiegen die Wasser
und die Erde versank. Im Schlaf entfielen ihm die Weden, die als Schriften
des heiligen Wissens auf den Meeresgrund entführt wurden. Gott Vischnu
brauchte tausend Jahre, um sie wieder ans Tageslicht zu bringen.
Bogs (slawisch)
Urgötter mit unterschiedlichen Eigenschaften im osteuropäischen
Raum, z. B. Dazbog als Herr des himmlischen Feuers, Tschernebog als böser
schwarzer Urgott.
Brasil (irisch)
Hy-Brasil, O'Brazil, die Paradies-Insel in den irischen Überlieferungen.
Bronze
die Legierung aus schon früh verwertetem Kupfer
und 10-30% Zinn läßt sich leichter gießen als reines Kupfer.
Bergalmir (germanisch)
Riese, der sich zusammen mit seiner Frau in einem Boot aus der Blutflut
des Urriesen Ymir (siehe auch Pan-kau), rettet und Stammvater einer neuen
Rasse wird.
Carnac (bretonisch)
das Zentrum prähistorischer Steinalleen und halb im Atlantik versunkener
Bauwerke in Armorica.
Chios (griechisch)
Insel in der östlichen Ägais, in deren Süden an 24 Stellen
die berühmten Mastix-Sträucher wachsen, die trotz aller Bemühungen
niemals an einen anderen Ort verpflanzt werden konnten und aus deren Harz
diamantklar trocknende "göttliche Harztränen" gewonnen werden.
Chuluppa-Baum
Ein besonders hoher und dichter (Eichen-)Baum, der Schatten spendet und
von Dämonen bewohnt wird. Aus seinem Holz schnitzt Gilgamesch Pukku
und Mikku.
siehe auch Huluppa-Baum
Chuwawa
"Der Vogel mit Ohren", Ungeheuer und Wächter des Zedernwaldes, von
Gott Enlil eingesetzt.
Cromlechs (altkeltisch)
die vorgeschichtlichen Steinsetzungen rund um Gräber der Megalither
finden sich von Irland bis Nordafrika. Im Gebiet der Bretagne im einstigen
Armorica setzen sich die Ringe aus übermannshohen
Steinen bis ins Meer hinein fort. Nach bretonischen Überlieferungen
ist hier vor langer Zeit die Stadt der Gott-Königin Is durch Überflutungen
versunken. (Die römische Siedlung Lutetia wurde später nach dieser
prähistorischen Frauenfigur benannt: Par-is, die der Is Gleichende.)
Dilmun (sumerisch)
Paradies-Land; die Insel, auf der Ziusudra als Belohnung für den Bau
der Arche ewig leben darf.
Tilmun, Tula, Thule, "Insel der Seligen" und verlorenes Paradies der
Sumerer und "Ort des Schilfs, von dem alles Wissen seinen Ursprung nahm"
bei den Kulturen des Titicacasees, kann mit dem Garten Eden,
der irischen Trauminsel Brasil und Homers Ogygia
in Verbindung gebracht werden, da auch trotz der unterschiedlichsten Lokalisierungen
ebenso wie bei Atlantis eine ganz bestimmte, "göttliche"
Art, dort zu leben, gemeinsam ist.
Dimus
Im Epos ohne Namen. Findet als Sohn des Jägers Enkidu
in der Wildnis und führt ihm die Dirne aus Uruk zu.
Dogon (westafrikanisch)
Dieser Stamm glaubt, daß seine in Fischhäute gekleideten Götter-Ahnen,
die Nommos, mit wirbelnden, donnernden Flugapparaten vom Himmel
herabgekommen sind.
Dolmen (keltisch)
Megalithgräber aus 4-6 Tragsteinen und 1-2 Decksteinen, die an steinerne
Riesentische erinnern. Trotz ihres keltischen Namens gehen die in Westeuropa
bekannten 50000 Dolmen, die in ähnlicher Form auch in Palästina
entdeckt wurden, bis ins 8. Jt. v. Chr. zurück. An den Innenwänden
wurden vielfach Darstellungen einer Göttin mit einem Halsband - der
sogenannten Dolmengöttin - gefunden.
Dumuzi
"Kind des Lebens", Hirtengott, Gemahl Inannas und
König von Uruk vor der Flut, für jeweils 6 Monate des Jahres
in die Unterwelt verbannt, Vorfahr von Gilgamesch.
auch Tammuz, Urhirte und Halbgott. In den Keilschrift-Quellen gibt
es Hinweise darauf, daß Dumuzi der Sohn des Oannes-Fischmenschen
Adapa ist, eines Kundigen aus Enkis Umgebung in Eridu,
"dem der Südwind die Flügel gebrochen hat"
Edda (nordisch)
Die beiden altisländischen Mythenlehren über Götter und
Riesenmenschen erzählen sowohl von furchtbaren Umweltbedingungen als
auch von vergangenen Tagen der Götter in einer glücklicheren
Welt.
Eden (hebräisch)
Der "Garten Eden" wird wie Dilmun meist als Synonym
für ein verlorenes Paradies verstanden. Dabei wird er weder im Alten
Testament noch in anderen Quellen eindeutig lokalisiert. Er kann östlich
von Mesopotamien (Genesis 2,8) westlich davon (Genesis 3,24), im Fünfstromland
Kaschmir (Genesis 2,11 bis 2,14) oder an einem ganz anderen Ort gelegen
haben.
Edimmus
Unstete Schattenwesen, tote Menschen, die ertrunken, verbrannt, verhungert,
von Dattelpalmen gefallen oder ohne Opfer begraben sind.
E-dubba
"Haus der Tafel", Schule, in der Rechnen (bis zur Zahl Million und im Dezimalsystem,
erst später mit der heiligen Zahl 60) sowie das Zeichnen von Piktogrammen
gelehrt wurde. Die Lehrer (Schulväter) wurden von den Familien der
Schüler (Schulsöhne) bezahlt. Als Aufseher fungierte "der mit
der Peitsche".
Elohim (hebräisch)
ursprünglich und in den Originaltexten des Alten Testamentes und des
Talmud die Vielzahl der Götter, zu der auch Inanna/Ischtar
gehört. Die Elohim waren schöpferisch tätig
und gelten als "Welterbauer". Sie können auch besondere Menschen mit
"göttlicher Kraft" gewesen sein. Erst später wurde der Begriff
zum Symbol für den einen Gott.
Emesch (sumerisch)
Urhirte (Kain) und Vorläufer von Tammuz im Inanna/Dumuzi-Mythos.
Enki (sum. Ea)
"Herr der Erde", Gott des Süßwasserozeans, der Weisheit und
der Güte. Zusammen mit An und Enlil
oberste Gottheiten Sumers. Stadtgott von Eridu. Ihm
stiehlt Inanna die 100 göttlichen ME.
Enkidu
"Mann der guten Erde", Tiermensch, Sproß der Stille und der Steppe,
wird von der Göttin Aruru auf Anweisung von Gott
An als Gegenspieler von Gilgamesch erschaffen. Er ist
kleiner und breiter als Gilgamesch, doch fast ebenso stark.
Enkimdu (sumerisch)
der bäuerliche Gegenpol zum Hirten Tammuz.
Enlil
Gott der Luft, strafend, zornig. Zusammen mit An und
Enki oberster Gott von Sumer. Stadtgott von Nippur.
Enmerkar
"Herr des vermessenen Landes", König von Uruk, nach Parallelquellen
ca. 400 Jahre alt und Erfinder der noch senkrecht in Ton gekerbten Keilschriftvorläufer,
Vater von Nin-Sun, Großvater von Gilgamesch.
Ensi
"Der große Mensch", ursprünglich erster oder zweiter Mann einer
sumerischen Stadt, manchmal einem Lugal zugeordnet, später allgemein
für Würdenträger.
Enten (sumerisch)
Urbauer (Abel) und vorläufer von Enkimdu im
Inanna/Dumuzi-Mythos.
Epochen
Die übliche Einteilung der menschlichen Kulturen in Steinzeit, Bronzezeit
und Eisenzeit bezieht sich stehts nur auf das jeweilige Gebiet und bildet
keine allgemeingültige Entwicklungslinie. Auch die Reihenfolge der
Entwicklungsstufen ist nicht einheitlich. Es kam durchaus vor, daß
metallverarbeitende Kulturen ihr bereits erlangtes Wissen wieder verloren,
anschließend primitivere Werkstoffe einsetzten und dadurch für
Verwirrung bei Forschern sorgten.
Ereschkigal
"Thronende Herrin der großen Erde", Göttin der Unterwelt, Schwester
von Inanna.
Eridu
Südlichste und älteste Stadt Sumers, die vor der Flut am Ufer
des großen Meeres lag. Hier begann auch der unterirdische Süßwasserozean
des Stadtgottes Enki.
Seit der Mitte des 6. Jt. v. Chr. entstanden im fruchtbaren und wasserreichen
südlichen Mesopotamien zwischen Euphrat und Tigris hierarchisch geplante
Städte wie Gaura, Eridu, Ur und Uruk mit zentralen
Stufentempeln, "heiligen Bezirken" und einer durchorganisierten urbanen
Gesellschaftsstruktur.
Erinnerungen
Die kollektive Erinnerung im Sinne der Ko-Evolution, d. h. der Wechselwirkung
zwischen Kulturstand und genetischer Weiterentwicklung, widerspricht den
lange Zeit gültigen Konvergenz-Theorien über unabhängig
voneinander entstandenen Kulturen. Allein die etwa 60 Sintflutberichte
in aller Welt mit fast wortgleichen Überlieferungen von einem paradiesischen
Zeitalter, versagenden Göttern, warnenden Propheten und dramatischen
Überlebensplänen für kleine Gruppen von Menschen belegen
ein viel höheres Wahrscheinlichkeitsmaß in den Mythen, als bisher
angenommen wurde. Die Übereinstimmungen beziehen sich auch auf wissenschaftlich
äußerst korrekt dargestellte Katastrophenabläufe und die
meteorologischen Folgen, die in ihren Details erst durch die Forschung
unserer Tage über den atomaren Winter, drohende Klimakatastrophe,
das Ozonloch und Gesetzmäßigkeiten der Natur verständlich
werden.
Erra
Gott der Unterwelt, Pestgott.
Fata Morgana
Viele der großen Religionen bzw. götterorientierten Kulturen
sind an Plätzen entstanden, an denen überhöhende Luftspiegelungen
relativ häufig vorkamen. Möglicherweise waren atmosphärische
und meteorologische Phänomene zur Zeit der alten Götter häufiger
als heute.
Gaia (griechisch)
die erste Göttin ist Urmutter der Erdensöhne und gemeinsame Ahnfrau
fast aller Götter und Halbgötter der griechischen Theogonie.
Viele ihrer ursprünglichen Funktionen als Naturgöttin wurden
später von anderen Göttinnen übernommen.
Ganzir
Vorhof zur Unterwelt, Eingang in einer Erdspalte am Westtor von Uruk.
Geb (ägyptisch)
die männliche Gottheit der Erde, aus der Isis
und Osiris Seth und Nephthys entstanden.
Germanen
Der Kulturbringer Wotan brachte die Runenschrift und die Heilkunst ins
nördliche Europa. Er wird mit einem hohen Hut und einem Speer (Kraftstaab)
in der Hand beschrieben. Der zweite göttliche Stammvater der Germanen
ist Mannus, der ebenfalls einen besonderen Speer - den Ger - trug. Sein
Gefolge wurde Ger-Mannen genannt.
Gewichte
siehe Maße
Gönnersdorf (deutsch)
das 1968 zufällig bei Baggerarbeiten entdeckte "Pompeji aus der Eiszeit"
an der Rheinhöhenstraße bei Koblenz versank etwa 9500 v. Chr.
im Bimssteinregen einer nahen vulkanischen Gaseruption. Die meterdicke
Gesteinsschicht konservierte nicht nur Werkzeuge, geschnitzte Frauenstatuetten
und Kleidungsstücke der Eiszeitjäger ,
sondern auch gepflästerte Böden der Hütten und lederausgekleidete
Bodengruben, in denen mit heißen Steinen Wasser gekocht werden konnte.
Gog, Magog (hebräisch)
der "König der Nördlichen" der in den fernsten Fernen des Unglückslandes
umherzieht und nach der Prophezeihung früher Propheten eines Tages
das wiederhergestellte Israel überfallen wird.
Gondwanaland (indisch)
"Land des Gond" Bezeichnung für den Überkontinent, der sich über
einen Teil von Südamerika, Afrika, die Antarktis, Indien und Australien
erstrekct haben kann. Tiefseebohrungen in jüngster Zeit haben um die
Kerguelen-Inseln im süden des INdischen Ozeans Saurierknochen und
Dschungelreste zutage gefördert.
Griechen
Nach der prähistorischen Zeit (z. B. Tessalien) ist der mythologische
Götterhimmel der griechischen Antike in seiner vielfach beschriebenen
Dekadenz eher patriarchalisch-menschlich und von der Willkür des Zeus
abhängig als göttlich, obwohl Homer viele Elemente und Figuren
der vorhellenistischen und vorderasiatischen Überlieferungen verwendet
hat. Unter diesem Gesichtspunkt wird aus Platos Antlantis-Bericht gleichzeitig
eine Warnung vor falscher Entwicklung.
Guffa
Schwimmkorb aus Leder oder Schilfmatten mit Wanten aus Rohr, abgedichtet
mit Erdpech.
Guru
"Starker Mann"; Tempelangestellte, die später in den Sklaven-Status
absanken.
Harappa (indisch)
prähistorische siedlung am Indus mit Straßen, festen Häusern
und einem "Stadt-Plan" sowie Schriftzeichen, die auf Verbindungen zum mehr
als 1000 km entfernten Sumer hinweisen.
Herkules
latainisch römischer Name des Herakles.
In der griechischen Mythologie Halbgott (Heros), Sohn des Zeus
und der Alkmene; im Dienst des Eurystheus verrichtete er die 12 Taten.
Im Olymp erhielt er Hebe als Gemahlin.
Himmel
Die Sumerer hielten den Himmel für eine hohle Halbkugel und die Erde
für eine Scheibe auf deren Oberfläche sie lebten. Der Himmel
war in mehrere (3-7) Stockwerke aufgeteilt, von denen nur das unterste
mit den Sternen sichtbar war. Durch Fenster im Himmelsgewölbe konnten
die Götter Regen oder Strafen schicken.
Himmelsstier
Vernichtungswaffe der Götter aus dem Sternbild Taurus mit konventioneller
Wirkung und krankmachenden Folgeerscheinungen.
Horus (ägyptisch)
der falkenköpfige Sohn von Isis und Osiris bildet
den Übergang von den Göttern zu den menschlichen Herrschern.
Huitzlipochtli (aztekisch)
der Stammesgott mit dem Ehrennamen "Kolibri-Vogel des Südens".
Huluppa-Baum (sumerisch)
wie Yggdrasil oder der Baum der erkenntnis im Alten Testament symbolisiert
der Huluppa-Baum eine Art Wissensarchiv der
Natur, das der Mensch nutzen aber nicht mißbrauchen darf.
siehe auch Chuluppa-Baum
Hyperboreer (griechisch)
der Mythenaufzeichner Hekataios von Abdera schrieb um 300 v. Chr. das erste
Buch über das geheimnisvolle Elitevolk der Hyperboreer,
mit denen direkte Nachkommen der Cro Magnon Menschen gemeint sein können,
die die Sintflut zwar überlebten, dann aber ausstarben. Ein anderer
Grieche, Diodoros, berichtet, daß die Hyperboreer
jenseits der Orte (im Norden) gelebt haben, in denen der Boreas Sturm bläst.
Iggigi
Die höheren Götter der Unterwelt.
Idigna
"Der laufende Fluß", wegen der starken Strömung so bezeichneter
Tigris, an dem es kaum Städte gab.
Imdugud
"Der nachtdunkle Sturmvogel", auch Anzu genannt.
Indischer Ozean
Zu den bis heute ungeklärten Naturphänomenen gehört das
in allen amtlichen Handbüchern für Seefahrer beschriebene Meeresleuchten
im Indischen Ozean mit Feuerrädern, Spiralen und allen nur denkbaren
geometrischen Figuren.
Inti (inkaisch)
der Sonnengott ist der erste Sohn des Schöpfungsgottes Pachacamac,
der als Zusatz bereits den Namen Viracocha trug.
Ischchara
Göttin, Begleiterin und manchmal Stellvertreterin von Inanna.
Isimud (sumerisch)
Wesir von Gott Enki
Isis (ägyptisch)
die göttliche Schwester und Gattin von Osiris, der von Seth getötet
wurde. In Ägypten ist Isis
die große Göttin, Quelle der Zartheit und Güte, der Liebe
und der Fruchtbarkeit. Der Isis-Kult lebte auch im
Christentum weiter. Der Mensch als "der Affe Gottes" ist an Isis
gekettet, denn ihr verdankt er seine Existenz. Noch Robespierre sah während
der Französischen Revolution in der Göttin Isis
die treibende Kraft des Fortschritts: die Vernunft.
Izanagi, Izanami (japanisch)
Urgötter der Shin-to-Religion
Izanami (japanisch)
siehe Izanagi
Jericho
In dieser zu den ältesten Städten der Menschheit gehörenden
Siedlung vom Ende des 8. Jt. bis zum Beginn des 6. Jt. v. Chr. wurden Reste
einer mindestens 5 m hohen Stadtmauer und eines zentralen Turms von 9 m
Durchmesser ausgegraben. Den Toten in Jericho wurden
Figuren aus rotem Ton mit ins Grab gegeben (Adam heißt "rot"), damit
sie sich nicht so einsam fühlten.
Kachinas (indianisch)
hellhäutige Götterwesen, die in den Überlieferungen der
Hopi- und Pueblo-Indianer über viele Generationen hinweg die Einwanderung
über die Landbrücke zwischen Asien und Nord-Amerika ratgebend
begleiteten, über besondere Fähigkeiten verfügten und sich
allmählich an "geheime" Orte zurückzogen. Der Einflußbereich
der Kachinas reichte von den Ainu
Japans über den Westen Nordamerikas und Mittelamerika mit Yukatan
bis zum Titicacasee.
Kalaturra
"Noch-nicht-Mann", rettet Inanna in der Unterwelt
durch das Wasser des Lebens.
Kalender (babylonisch)
1. Nisannu ....März/April
2. Ajaru ....April/Mai
3. Simanui ....Mai/Juni
4. Du'uzu ....Juni/Juli
5. Abu ....Juli/August
6. Ululu ....August/September
7. Taschritu ....September/Oktober
8. Arachsamnu ....Oktober/November
9. Kislimu ....November/Dezember
10. Tebutu ....Dezember/Januar
11. Sabatu ....Januar/Februar
12. Addaru ....Februar/März
Kanalsysteme
Buranum und Idigna (Euphrat und Tigris) haben nur
wenige Nebenflüsse. Zur Zeit der Schneeschmelze in den Quellbergen
im Norden kamm es regelmäßig zu schweren Überschwemmungen
im Zweistromland, während in den Sommermonaten das Wasser knapp wurde.
Mit der Gründung von dauerhaften Siedlungen mußten gleichzeitig
Dämme, Kanäle, Stauwerke und Schleusen gebaut und ständig
gepflegt werden. Die Bedeutung der Wasserwirtschaft für die gesamte
sumerische Kultur zeigt sich auch daran, daß oftmals Regierungszeiten
von Herrschern nach dem Beginn oder der Vollendung bestimmter Wasserwerke
datiert wurden.
Keleg
Floß mit Schwimmkörpern aus aufgeblasenen Hammelhäuten
für schwere Lasten.
Kimmerer (griechisch)
"Also erreichten wir des tiefsten Ozean Ende. Allda liegt das Land und
die Stadt der kimmerischen Männer. Diese tappen ständig in Nacht
und Nebel und niemals schauet strahlend auf sie der Gott der leuchtenden
Sonne, weder wenn er die Bahn des sternigen Himmels
hinansteigt, noch wenn er wieder hinab vom Himmel
zur Erde sich wendet. Sonder schreckliche Nacht umhült die elenden
Menschen." (Homer, Odyssee) Die Völker Nordeuropas (Erebos/Europa
heißt "Dunkelwelt") erinnern sich an eine vorzeitliche Dunkelwelt,
das "Niflheim" der Edda, in der es auch tagsüber nur Dämmerlicht
gab. Diese Halbwelten der Kimmerer (nicht zu verwechseln
mit den späteren Kimbern) sind die Vorbilder für mythische Totenländer
geworden.
Kingu (sumerisch)
der rebellierende und dann erschlagene Gott, aus dessen Blut Mami unter
Anleitung von Enki und mit Zustimmung der Götterversammlung
zusammen mit Lehm den Menschen erschuf.
Kisch
"Die Eselsstadt", ca. 150 km. nordwestlich von Uruk.
Könige
Den Königen, Herrschern und Priestern sumerischer Städte ist
es trotz ständiger Kriege und Eroberungen niemals gelungen, die Zersplitterung
ihrer gemeinsamen Religion und Kultur in feindliche Stadtstaaten zu überwinden.
Dies wurde erst ein halbes Jahrtausend nach Gilgamesch unter den akkadischen
d. h. semitischen Königen wie Sargon aus Kisch
und den Babyloniern möglich.
Königsgräber
Zu den wichtigsten archäologischen Funden für eine Bestätigung
der auf Tausenden von Keilschrifttafeln festgehaltenen Sagen und Legenden
aus dem alten Sumer gehörten die Königsgräber
von Ur, eine Tagesreise südlich von Uruk. Hier wurden 1927/29 die
Königsgräber von Mes-anni-Padda in
zwölf Metern Tiefe ausgegraben. Mes-anni-padda wird in den Keilschriften
als erster König nach der Flut bezeichnet. Unter den Grabhöhlen
befand sich eine zweieinhalb Meter dicke, verhärtete Schlickschicht.
Und Unter dieser Schicht wurden die fantastischen Königsgräber
von A-bar-gi, seiner Frau Schub-ad und ihrem gesamten Gefolge entdeckt.
Sie starben gemeinsam durch den "Becher des Friedens" - als Zeugen für
die erste sumerische Kultur, die vor fünftausend Jahren in einer großen
Flut unterging.
Kronos
in der griechischen Mythologie Sohn des Uranos und der Gäa, verschlang
seine Nachkommen bis auf Zeus, der ihn später stürzte.
Titan der griechischen Sage, der aus Furcht vor dem Fluche seines Vaters
Uranos seine Kinder bis auf Zeus verschlang, den die Mutter verbarg.
Kulkulkan
manchmal auch identisch mit Quetzalcoatl, war einer der ersten Maya-Götter
und kam aus dem Wasser im Osten. Er brachte den Mayas vor ca. 7000 Jahren
die Schrift und den Mais. Bei einigen westlichen Maya-Stämmen hat
Kukulkan den zweiten Namen Uotan - Wotan. Dieser Uotan ist groß,
weiß, bärtig, trägt einen hohen spitzen Hut, eine Axt und
einen Speer und kann sich in eine Schlange verwandeln.
Kupfer
Die Bewohner von Catal Hüyük waren
bereits um 8000 v. Chr. in der Lage, Kupfererz zu schmelzen, um daraus
Massenartikel wie Nägel herzustellen
Kur
"Land ohne Wiederkehr", das Erdinnere.
Kyklopenmauern (griechisch)
die Bezeichnung für mächtige und unerklärbare Aufschichtungen
von tonnenschweren, ungleichmäßigen Steinblöcken, die fast
fugenlos übereinandergetürmt sind, geht auf den Reiseschriftsteller
Pausanias (um 175 n. Chr.) zurück, der die Reste dieser Mauern für
das Werk menschenfressender Kyklopen-Riesen hielt.
Lachamme
"Kraftstrotzender Fisch", Dämon von Enki in den
Tiefen des Ozeans.
Lascaux
Die 1940 von planvoll suchenden Kindern gefundene Höhle von Lascaux
an der Vezere in Südwestfrankreich enthält neben den 1879 ebenfalls
von einem Kind entdeckten nordspanischen Höhlen von Altamira die bedeutendsten
Zeugnisse jungpaläolithischer Kunst: Hunderte farbiger Darstellungen
von Stieren, Kühen, Bären, Hirschen, Wisenten, Pferden, Katzen
und einem Einhorn. Auffällig an den Höhlenzeichnungen der Cro
Magnon-Menschen ist, daß sie oft an den verborgensten Stellen bzw.
sehr weit vom Licht des Eingangs entfernt geschaffen wurden.
Lemuria (englisch)
Der englische Zoologe Philip Slater sah in den Lemuren, den kleinen Vorfahren
der Affen, die nur an der Ostküste Afrikas, in Madagaskar und an der
Westküste Indiens vorkommen, einen Beweis dafür, daß dieses
Gebiet einmal zusammenhing. Er nannte den verlorenen Kontinent Lemuria.
Lepenski Vir (jugoslawisch)
der Strudel von Lepeno am "Eisernen Tor", dem Donau-Durchbruch zwischen
Jugoslawien und Rumänien, ist seit der Endphase der letzten Eiszeit,
d. h. seit ca. 12000 Jahren kontinuierlich besiedelt. Die enge Gebirgsschlucht
bildet die faszinierende Kulisse für eine der rätselhaftesten
prähistorischen Siedlungen überhaupt. Die Schichten des Dorfes
wurden 1965 bei den Vorarbeiten für einen Stausee vom Archäologen
Dragoslav Srejovic entdeckt und enthielt, außer den ältesten
freiplastischen Skulpturen der Weltgeschichte (neben den eiszeitlichen
Funden in französischen Höhlen) gegossene Hausfundamente mit
mathematisch berechneten Grundrissen in Form von "abgeschnittenen Kreissegmenten"
aus einer besonders schöpferischen Phase, die etwa 8000 Jahre zurückliegt.
Lesbos (griechisch)
Die Insel der nordöstlichen Ägöis, von der aus die Berge
von Kleinasien sichtbar sind, war von prähellenischen Stämmen
bewohnt. Ihr Mythischer Stammvater Makareos gab seine Tochter Methymna
Lesbos zur Frau.
Lilith (sumerisch/hebräisch)
Sturmdämonin.
Die sumerischen Keilschrifttexte nennen sie einen Geist, der hebräische
Talmud eine göttliche Titanin und erste Gefährtin Adams. Sie
wird wie Inanna und Isis als
emanzipierte Frau mit geheimen Wissen und gefährlichen Machtmitteln
sowie der Verfügungsgewalt über ein Fluggerät bzw. den "Vogel
Zu" geschildert. Im Talmud raubt sie die "goldenen Schicksalstafeln", auf
denen auch die besonders wichtige Formel "Shem Hemmeforash" verzeichnet
ist. Da der Versuch der Elohim, Lilith dieses Wissen wieder abzujagen,
mißlingt, rächen sich die (männlichen) Götter an allen,
die mit ihr zu tun hatten.
Lugal
Ehrentitel sumerischer Stadtgötter, aber auch Titel menschlicher Herrscher.
Lugalbanda
Der 1. König nach der Sintflut, Urgroßvater von Gilgamesch.
Magog (hebräisch)
siehe Gog
Mammut-Sterben
Trotz vieler Theorien ist es bisher nicht gelungen, eine überzeugende
Erklärung für den Massentod sibirischer Mammuts vor etwa 10000
Jahren abzugeben, die so schockartig erfroren, daß ihr Fleisch teilweise
heute noch genießbar ist.
Manco Capac
Der göttliche Stammvater der Inka-Kultur trägt neben dem Zusatz
"der Mächtige" einen Namen, von dem in den Überlieferungen betont
wird, daß er nicht Inkaisch ist.
Maße und Gewichte
1 Elle = 24 Finger = 40 cm
1 Hohes Rohr = 6 Ellen = 2,40 m
1 Doppel-Rohr/Gar = 12 Ellen = 4,80 m
1 Seil Aschlu = 10 Gar = 48 m
180 Seile Biru = 1800 Gar = 8,6 km
1 Beet/kleines Sar = 15x15 Ellen = 36 m²
100 Beete/Gan = 35 ar = 3600 km²
5000 Gan/großes Sar = 1,80 km²
1 Qa = 0,4 l
300 Qa = 1 Gur = 120 l
1 Sekel = 180 Körner = 8,42 gr
1 Mine = 60 Sekel = 0,5 kg
1 Talent = 60 Minen = 30 kg
1 Sekel Silber = 120/140 Sekel Kupfer
6 Sekel Silber = 1 Sekel Eisen
1 Gur Getreide = 1 Sekel Silber
Mayas
Noch um 9000 v. Chr. lebten die von Norden eingewanderten Mayas als primitive
Steinzeitfischer und -jäger auf der Halbinsel Yukatan und im Hochland
von Guatemala. Die Maya-Chronologie beginnt nur wenige Jahrhunderte später
mit einem erstaunlichen astronomischen Wissen. Der Maya-Kalender,
niedergeschrieben in Büchern aus Maulbeerrinde, die wie eine Zieharmonika
zusammengefaltet werden, auf Steine gemalt oder in Tempelwände gemeißelt,
bezeichnet den Tag der Katastrophe im Jahr 8498 v. Chr. als "Nulltag".
ME
Alle Seinsmerkmale, die den Menschen über das Tier erheben: das Denken,
das Wort und das Fühlen ebenso wie das Träumen, das Königstum,
die Freude an Tanz und Gestaltung, Kreativität und Menschlichkeit.
Aber auch die Fähigkeiten der Trauer, des Hasses und der Falschheit.
Die 100 göttlichen ME sollten nach und nach an die Menschen übergeben
werden. Doch Inanna hat sie gestohlen und unter die
noch nicht dafür reifen Menschen geschüttet.
der Sammelbegriff für vordem nicht für die Menschen verfügbaren
kreativen individuellen Fertigkeiten und Erkenntnisse kommt in vielen Überlieferungen
vor - vom baum der Erkenntnis in der Genesis bis zu Gesetzestafeln, Bundesladen
und gnostisch-esoterischem Wissen von Eingeweihten.
Mebaragesi
König von Kisch, Vater von Agga
Meere
Die Sumerer kannten "das obere Meer im Norden" (Mittelmeer) und das "Meer
im Süden" (den Persischen Golf). Die Küstenlinie des Südmeers
verlief zu Gilgameschs Zeiten etwa 250 km weiter nördlich, so daß
Eridu und Ur Küstenstädte gewesen sein können.
Durch Schlick, Versumpfung, Treibsand und das Austrocknen eines großen
Wasserflusses im Westen hat sich das brakige Becken im Lauf von 5000 Jahren
immer mehr gefüllt.
Megalither (griechisch)
die wohl bedeutendsten Völkergruppen der Jungsteinzeit und Bronzezeit
in Nordeuropa lassen sich nach neueren Forschungen bis ins 6. Jt. v. Chr.
nachweisen. Der Sammelname ist vom griechischen megas = groß und
lithos = Stein abgleitet.
Melucha-Land
Die legendäre Urheimat der Sumerer jenseits der Berge im Osten des
Zweistromlandes.
Menhire (keltisch)
Bezeichnung für einzeln stehende Großsteine, men = Stein, hir
= groß, die bis zu 20 m aufragen udn teilweise mehr als 300 Tonnen
schwer sind. Einer der bekanntesten Menhire ist der umgekippte und zerbrochehne
Großstein Er grah von Locmariaquer bei Carnac/Bretagne.
Menhire gelten in den Überlieferungen auch als "Verschluß der
Unterwelt-Wasser" Abzu.
Mesch-aga-schek (babyl. Mes-kiag-gascher)
Gründer von Eanna (Alt-Uruk), dem späteren heiligen Bezirk.
Mexiko (indianisch)
Vor dem ersten Auftreten des "Menschen" um ca. 7000 v. Chr. war der weite
Raum Mesoamerikas von Jägern mit altsteinzeitlicher Kulturbasis bewohnt.
Sie jagten das Mammut und das Mastodon (eiszeitliche Bisons), das heute
in Amerika ausgestorbene Kamel und das Pferd, das hier seine Urheimat hat,
obwohl es erst wieder durch die Europäer eingeführt wurde.
Midgard (germanisch)
"Land der Mitte" aus der Edda, das die Götter den Menschen zur Wohnung
gaben.
Mikku
siehe Pukku
Mohenjo Daro (indisch)
die prähistorische Siedlung am Indus im Gebiet des heutigen Pakistan
gehört zusammen mit Harappa zu den wichtigsten
Fundstätten, durch die sich lange vor den Griechen
und Römern zentralisierte Wirtschafts- und Verwaltungssysteme mit
Markenzeichen auf gleichen Produkten, Unterschriftssiegeln und einer hierarchisch
gegliederten Gesellschaftsstruktur nachweisen lassen.
Monate
Ein sumerischer Monat hatte jeweils 29 oder 30 Tage - je nach dem Auftauchen
der Mondsichel. Der Unterschied zwischen Mondjahr und Sonnenjahr wurde
durch Einfügen von Schaltmonaten ausgeglichen. In kriegerischen Zeiten
und durch Berechnungsfehler mußten die Schaltmonate oft durch Anordnungen
der Herrscher eingefügt werden. Das führte zu Kalendarien, die
von Stadt zu Stadt unterschiedlich waren.
Mu (mythisch)
der riesige Kontinent, der sich vor der Sintflut bzw. vor mehreren Eiszeiten
von Polynesien bis zum Indischen Ozean erstreckt hat. In pazifischen Legenden
das Land des Ursprungs.
Muschkenus
Lehens-Freie im Dienst der Tempel und Paläste. Bei besonderen Anlässen
wie die Schublugals zum Kriegsdienst verpflichtet.
Musikinstrumente
Die Sumerer erfreuten sich oft an Musik, sie sangen und spielten auf der
Balag (Harfe), auf Lilis (großen Kesselpauken, deren Herstellung
ein eigenes Fest bedeutete), auf Mesis (kleine Handtrommeln) und Ubs (Kokosnußtrommeln)
sowie auf Leiern, Trompeten und kleinen Mundblasegeräten.
Namtar
"Der das Geschick abschneidet", Bote der jPest und des Todes, Wesir von
Erschkigal.
Nana (aztekisch)
siehe Nata
Nansche
Im Epos nicht näher bezeichnete Mutter von Gilgameschs Sohn Urnungal.
Später Göttin der Gerechtigkeit, Schützerin der Armen, Traumdeuterin
der Götter, sitzt neben An und deutet seine gemurmelten
Entscheidungen.
Nanna-suin (sumerisch)
siehe Suin. der Mondgott (akkadisch: Sin oder Suin) gilt als Sohn von Enlil.
Zusammen mit seiner Gemahlin Ningal zeugte er den Sonnengott Utu
Nata und Nana (aztekisch)
Paar das die Sintflut überlebte.
Nazca (indianisch)
Wie Schliemanns Name mit Troja, so ist der von Maria Reiche mit den kilometerlanen
Erdlinien und riesenhaften mythischen Scharrbildern von Vögeln, fischen
und Blumen in der Ebene von Nazca/Peru verbunden, die wie "göttliche
Grafitti" aussehen. Trotz intensivster Forschung ist es bis heute nicht
gelungen, die über 1000 qkm verteilten Riesenzeichen zu deuten.
Neolithische Revolution
Der russische Biologe N. Vavilov hat als erster acht verschiedene Ursprungsgebiete
lokalisiert, in denen um 8000 v. Chr. unabhängig voneinander bestimmte
Kulturpflanzen wie Mais, Gerste u. a. planmäßig gezüchtet
wurden. Zusammen mit der erstmals und später nie wieder gelungenen
Domestizierung von Haustieren wird dieses Phänomen inzwischen allgemein
die "Neolithische Revolution" genannt.
Nephthys (ägyptisch)
Schwester von Osiris, Isis und Seth.
Nergal (sum. Meslamtaea)
"Großer Herr", Gott des Todes und des Mars, Gemahl von Ereschkigal.
Neti
"Der Furchterregende", Torhüter der Unterwelt.
Ninigi (japanisch)
göttlicher Mensch der Shin-to-Religion
Nin-shubur (sumerisch)
Fährfrau, auch Alter ego von Inanna
Nin-sun
"Herrin der Wildkuh", Tochter von König Enmerkar,
Mutter von Gilgamesch.
Nin-ti (sumerisch)
Gemahlin von Enki, die den ersten "Menschen" Lahar
(Adam ) gebiert.
Ninurta
Gott des Krieges und des Sirius, Sohn von Enlil, Vorfahr
Enkidus.
Nippur
"Die Stadt der Wissenschaften" unter Enlil, ca. 60
km nördlich von Uruk.
Ninisinna
"Große Ärztin der Schwarzköpfigen", Heilgöttin Sumers.
Nommos (westafrikanisch)
fischmenschenartige Ahnen der Dogons
Nordmeer
Erst seit Mitte der siebziger Jahre steht fest, daß das heutige Polarmeer
gegen Ende der letzten Eiszeit größtenteils eisfrei war, während
kilometerhohes Eis den Norden Europas, Asiens, Kanadas und den Süden
Südamerikas bedeckte. Zu dieser Zeit - also vor der Sintflut - verlief
der Golfstrom noch anders als heute.
Nordpol
In der Erdgeschichte hat es relativ häufig Verschiebungen und komplette
Umkehrungen der Magnetpole gegeben, die durch den sogenannten Paläomagnetismus
in Gesteinen noch heute nachweisbar sind. Auch der geographische Nordpol,
d. h. der nördliche Austrittspunkt einer gedachten erdachse, verlagerte
sich etwa 8500 v. Chr. von Grönland um 3500 km zur heutigen Position.
Der Beginn der "geologischen Neuzeit" ist durch die C14-Methode zweifelsfrei
bestimmbar.
Nut (ägyptisch)
die Himmelgöttin und Mutter von Osiris, Isis,
Seth und Nephtys.
Oannes (sumerisch)
Fischmenschen im Gefolge von Gott Enki
Odin (germanisch)
Sohn Bors, tötet zusammen mit seinen Brüdern Wili und We den
Eisriesen Ymir.
Odyssee (griechisch)
für die legendäre Fahrt von Homers Odysseus existieren fast ebensoviele
Interpretationen wie zu Platos Atlantisbericht.
Obwohl die Odyssee stets ernstgenommen und der Bericht vom Untergang der
atlantischen Zivilisationen von Anfang an angezweifelt wurde, basieren
beide Überlieferungen auf wesentlich älteren Quellen. Während
Plato sehr genau sagt, daß seine Geschichte aus Ägypten
stammt, verschweigt Homer, daß die Abenteuer seines Helden auf die
Fahrten von Jasons Argonauten und auf phönizische Erkundungs- bzw.
Inspektionsfahrten in ägyptischem Auftrag zurückgehen. Die Odyssee
war niemals eine reine Irrfahrt, denn Odysseus wußte sehr genau,
an welcher "Niederlassung der Götter" er sich jeweils befand.
Ogygia (griechisch)
Die geheimnisvolle Insel im großen Wasserkreis, dem Odeanos, die
an Dilmun, Brasil und andere mythische Paradiese erinnert, wird in Homers
Odyssee von der Nymphe Kalypso bewohnt und war 18 Tage vom bewohnten Land
entfernt. Nach Thor Heyerdahl und anderen kann es sich bei Ogygia auch
um die Südostspitze Arabiens gehandelt haben.
Olymp
1. griechisch Olympos, 2918 m hohes Gebirge an der Grenze Thessaliens und
Makedonien - höchstes Gebirge Griechenlands. Galt bei den alten Griechen
als Sitz der Götter.
2. Mystischer Olymp (Uludäg),
Opfer
Im Gegensatz zur Magie, bei der Menschen Mittel zur eigenen Stärkung
anwenden, diente das Opfer in Sumer immer als Bitte an die Götter.
Osiris (ägyptisch)
der von Byblos an der Küste Palästinas nach Ägypten gekmmene
"Einwanderer", gilt als Gott des Nils und als Kulturbringer, der von seinem
brüderlichen Rivalen Seth auf heimtückische Weise getötet
wird. Seine schwesterliche Gemahlin Isis findet seinen Sarg und erweckt
ihn wieder zum Leben und empfängt von ihm Horus. In den späteren
ägyptischen Mysterien erhält Osiris zunehmend Züge von Tammuz.
In hellenistischer Zeit wird er mit dem Stiergott Apis zu Osiris-Apis,
Oserapis und schließlich zum Kunstgott Serapis.
Pan-ku (chinesisch)
der Urriese formte aus dem eiförmigen Chaos die Erde (Yin) und den
Himmel (Yang).
Phönizier
Die ältesten präkeramischen Siedlungsgeschichten der Phönizier
lassen sich aus dem 7. Jt. v. Chr. in Ugarit und Byblos im heutigen Libanon
durch Wohnbauten, Heiligtümer und Grabmäler belegen. Die späteren
Erfinder der Buchstabenschrift hatten als seefahrendes Volk Kontakte mit
vielen frühen Kulturen. So soll z. B. der altägyptische Gott
Osiris aus Byblos stammen.
Planetoiden
Am 12. Februar 1947 schlugen nordwestlich von Wladiwostok auf 13 qkm Fläche
etwa 100 Bruchstücke eines geplatzten Meteors bzw. kleinen Planetoiden
ein, der ursprünglich nur 10 m groß war und etwa 1000 kg wog.
Neununddreißig Jahre früher, am 30. Juni 1908, hatte ein anderer
Planetoideneinschlag in der Mitte Sibiriens viel verheerendere Folgen.
Der Knall des Aufschlags war 4200 Meilen weit zu hören, noch 400 Meilen
entfernt wurden Personen und Fahrzeuge von der Druckwelle umgeworfen, und
über ganz Nordasien und Nordeuropa breitete sich durch den aufgewirbelten
Staub in der Atmosphäre tagelang ein dumpfes, rötliches Zwielicht
aus. Im Popol Vuh wird ein noch gewaltigerer Einschlag vor exakt 10500
Jahren beschrieben. Der vorhellenistische Phaeton-Mythos berichtet über
den Absturz des Sonnenwagens. Die Ägypter dokumentierten die Katastrophe
in den Grabinschriften von Seti I. und Ramses III. als "Auge des Sonnengottes
Re, das als Strafe für die Hybris der Menschen mit Blutregen, Schlamm
und Asche vom Himmel herabfiel".
Popol Vuh (indianisch)
"das Buch des Rates" der Mayas, in dem von der Erschaffungsgeschichte der
Menschen, schöpferischen Intelligenzen und -astronomisch äußerst
exakt- über die Katastrophe eines riesigen Meteoreinschlags und die
Sintflut vor 10500 Jahren berichten wird.
Priester (Sanga)
Die Priester waren die eigentlichen Herrscher der strengen kultisch-religiös
aufgebauten sumerischen Stadtstaaten. Ihre Tempel- und Altarordnung löste
die Zeit des dörflichen Matriarchats durch einen "religiösen
Staatssozialismus" (Schmökel) ab. Nach der Verehrung zeugender Gottheiten,
die noch immer der Großen Muttergöttin unterstanden, beanspruchte
jede Stadt unter Anerkennung der obersten Götter eigene Stadtgötter.
Zu den unterschiedlichen Priesterrängen und bezeichnungen gehören
z. B.: Lugal, En, Ensi, Urigallu, Sanga-mach, Ischib
(Reinigungspriester), Nin-din-girra (Oberpriesterin), Naditu und Schugitu
(Tempelhuren).
Pukku und Mikku
Die Paukenschlägel, mit denen Gilgamesch Macht über die Menschen
gewinnt.
Pusur-Amurri
Zimmermann von Ziusudras Arche
Quetzalcoatl (aztekisch)
"die grüne Federschlange", ist einer der seltsamsten Nachfolger des
aztekischen Stammgottes Hitzlipochtli. Der blonde, blauäugige und
bärtige Kulturheros der Tolteken und Azteken, der in der Siedlung
Tula lebte, brachte unter dem Namen Kukulkan auch den Mayas das Wissen
der Götter bei. Die Azteken haben auch später immer daran geglaubt,
daß Quetzalcoatl zurückkehren würde und nahmen deshalb
die Invasion der Spanier als gottgegeben an. Später trugen auch die
Hohepriester den Ehrennamen Quetzalcoatl.
Ragnarök (germanisch)
Schicksalsweg der Götter, Götterdämmerung
Rauschtrank
Schwarzes Bier, rotes Bier und gegorenes Bier unterschiedlicher Stärke,
meist mit Halmen aus großen Gefäßen getrunken, um das
Eindringen noch verbliebener Kornkerne zu vermeiden und die Rauschwirkung
zu steigern.
Rhea
in der griechischen Mythologie Titanin, die als Schwester und Gattin des
Kronos u. a. auch Zeus gebar.
Rollsiegel
Zylindrische Ton- oder Steinstempel mit unterschiedlichsten Motiven aus
der Sagenwelt, Kampfszenen oder persönlichen Zeichen.
Runen (germanisch)
In der Edda werden die Runen als Werkzeuge der Götter beschrieben,
die von den Menschen weder rituell, magisch oder als Schriftzeichen benutzt
werden durften. Runen tauchten nicht nur im hyperboräischen Kulturkreis
auf, sondern auch in Ägypten und auf den Osterinseln. Jede einzelne
Rune hat (ähnlich den heutigen Markenzeichen) neben einem Mitteilungswert
auch eine imaginäre Wirkung, durch die Körper und Seele, Gesundheit
und Stimmung gezielt angesprochen und beeinflußt werden sollen.
Sahara
1956 entdeckte der Franzose Henri Lhote inmitten der Sahara Felsmalereien,
in denen fruchtbare, von Flüssen durchzogene Landschaften mit Eichen
und Nußbäumen erkennbar sind. Inzwischen wurden Hunderttausende
von weiteren Zeichnungen, Keramikscherben und anderen Fundstücken
der verwehten Sahara-Kultur entdeckt, die ihre Blütezeit zwischen
8000 und 5000 v. Chr. hatte. Die Steinzeitmenschen machten Jagd auf Nashorn,
Giraffe, Elefant, Strauß und Antilope. Diese Sammler und Jäger
sind wahrscheinlich die Vorfahren der später bis in die Kalahari abgedrängten
Buschmänner. Erst um 2000 v. Chr. machten sich erste Anzeichen für
das Austrocknen der Sahara bemerkbar.
Schakan (sum. Sumukan)
Gott der Steppe und des Viehs.
Schiwa (indisch)
Dreigott zusammen mit Brahma und Vischnu.
Schlange
Die Schlange gehört zu den ältesten Symbolen der Erkenntnis,
der Fruchtbarkeit, des Lebens und der großen Geheimnisse. Sie wird
im Christentum verteufelt, weil sie nach dem Alten Testament die ersten
Menschen dazu "verführt" hat, die Wahrheit (ME) udn das Wissen der
Elohim zu erkennen.
Schmuck
Die Sumerer benutzten Schminke und Salben, Öl und Farben, sowie Ketten,
Armbänder und Ringe aus Bergkristall, Glas, Muscheln, Schnecken und
Halbedelsteine.
Schublugala
Lehns-Krieger, die im Frieden Land zugeteilt bekamen.
Schukallituda
Oberster Gärtner von Kisch, Ziehvater von Gilgamesch.
Schuruppak
Bereits vor der Flut existierende Stadt, ca. 40 km nördlich von Uruk.
Seth (ägyptisch)
der Gott der Fremdländer, Bruder von Osiris, Isis und Nephthys, der
auf ungewöhnliche Weise seinen Zwillingsbruder umbrachte.
Shangri-La (tibetisch)
Mit diesem Kunstwort faßte der Engländer James Hilton die Berichte
über ein von der Welt abgeschnittenes Refugium wissender Priester-Mönche
im Himalaja zusammen, die ein völlig anderes Zeitgefühl haben
als andere Menschen.
Shin-to (sino-japanisch)
die auch "Kami no miche" = Weg der Götter genannte Stammesreligion
fußt auf drei mythologischen Sammlungen. Die älteste davon ist
die "Kuju-ki" (Geschichte der Begebenheiten der Urzeit). Danach stand am
Anfang das Götterpaar Izanagi (einladender Herr) und Izanami (einladende
Dame), die sich vermählten, die fruchtbare Insel Yamato gebaren und
anschließend die sieben anderen großen Inseln Japans. Nach
weiteren göttlichen Kindern für Meere, Flüsse, Pflanzen
und Tiere beschlossen sie einen göttlichen Menschen zu schaffen, der
über alles herrschen sollte. Dieses Kind war eine Tochter, die göttliche
Ama-terasu, Göttin des Himmels und der Erde. Ähnlich wie bei
den Sumerern entstand ein Geflecht von göttlich-familiären Problemen,
die dazu führten, daß Ama-terasu ihren Enkel Ninigi in die "Felder
des Schilfs" sandte, um die Erde zu beherrschen. Mit ihm endete das Zeitalter
der Götter und das der Kaiser Japans begann.
Shu (ägyptisch)
heiliger Geist, windhauch, Teil der Urzeugung von Geb (Erde) und Tefnut
(Himmel).
Siduri
"Das Mädchen", Halbgöttin, Wirtin am Todesfluß, hält
für Wanderer einen letzten Trunk bereit.
Sintflut
Die genaue Datierung der Sintflut ist bis heute nicht gelungen. Für
große Flutkatastrophen gibt es Belege aus der Archäologie und
aus Keilschriftfunden. Eine dieser gewaltigen Katastrophen überschwemmte
z. B. eine Fläche von 659 x 150 km (das entspricht der Größe
von Dänemark, Schleswig-Holstein und Niedersachsen) mit einer Wasserhöhe
von mindestens 10 Metern ohne die Sturmwellen nahezu die gesamte altsumerische
Kultur.
Sklavenmarken
Tontafeln, mit Eigentümersiegel, oder Halsbänder mit Glöckchen,
die jeder Sklave am Hals tragen mußte. Gelegentlich auch Tätowierungen
durch die Scherer der Schafherden. Weitere Kennzeichen von Sklaven waren
das Durchstechen der Ohren und das Abschneiden der Haare auf der vorderen
Kopfhälfte.
Soma (indisch)
der heilige Rauschtrank der Götter kann wie der griechische Nektar
und der germanische Met die Menschen in gottähnliche Zustände
erheben und ihnen Erkenntnis schenken.
Sonne
Die Sonne gehört zu einem Sternenhaufen, der sich mit 20 km/s
auf einen Punkt im Sternbild des Herkules zubewegt. Herkules ist ein Sternbild
am nördlichen Himmel.
Sphinx
Bei den Assyrern ist die Sphinx ein Zwitterwesen aus verschiedenen Tieren,
und bei den Griechen degeneriert sie zur Würgerin und zum drohenden
Ungeheuer und Wächterin am Weg der Entscheidung. Sie stellt Rätselfragen
und tötet alle, die nicht richtig antworten.
Stiftmosaik
In der Sonne getrocknete oder gebrannte fingerlange Terrakottastifte, die
unterschiedlich gefärbt zur Verzierung von Bauwerken verwendet wurden.
Suin (sum. Nanna)
"Der Herr des Wachsens", Gott des Mondes, Stadtgott von Ur, sein Symbol
ist der zunehmende Mond, der Names des Gottes bei Vollmond ist Nanna-suin.
Sumer
Zu Beginn des 3. Jt. v. Chr. waren die sumerer im südlichen Mesopotamien
zwischen Euphrat und Tigris in mehreren voneinander unabhängig regierten
Stadtstaaten organisiert. Die vermutlich im 4. Jt. v. Chr. aus dem Gebirgsland
im Osten eingewanderten Sumerer (d. H. "Kulturbringer") fanden bereits
Siedlungen vor. Sie gelten als die Erfinder der (Keil-)Schrift und Urheber
der ersten überlieferten und später von den Akkadern nochmals
aufgezeichneten Groß-Epen der Menschheit. Zum sumerisch-akkadischen
Kulturerbe gehören neben den erst im vorigen Jahrhundert aufgefundenen
12 Tontafeln mit dem Gilgamesch-Epos weitere Mythen wie der "Als oben"-Schöpfungsbericht,
sowie die in Keilschrift festgehaltenen Berichte über Dumuzi und Inanna,
Inannas Abstieg in die Unterwelt, Inannas Auseinandersetzung am Huluppa-Baum,
Inannas Liebeslieder, der Mythos von der Paradiesinsel Dilmun und viele
andere. Obwohl jeder Stadtstaat in sumer seine eigene Götterordnung
hatte, sind die großen alten Götter wie An, Enki und Enlil überall
in Sumer dokumentiert.
Sumerer
"Die Kulturbringer", sie kamen von weit im Osten über das Hochland
Persiens oder vielleicht über das Meer vom 2500 km entfernten Industal.
Ihre Heimat nannten sie das "Melucha-Land". Die Schwarzköpfe mit gedrungen
wirkenden, kräftigen Körpern trafen auf die ursprünglichen
Bewöhner des fruchtbaren Landes im Mündungsgebiet von Euphrat
und Tigris und lehrten sie, wie aus einem Korn mit zwei Ernten hundertfache
Ernte eingebracht werden konnte. Sie legten die Sümpfe trocken, bauten
Kanäle und dienten ihren Göttern, die so zahlreich waren wie
die Sterne am Nachthimmel. Doch eines Tages, nach einer fast tausendjährigen
Blütezeit, wurden sie zur Legende. Daß es sie wirklich gab,
erzählen nicht nur viele Stellen der später verfaßten Bibel,
sondern auch Tausende von Tontafeln mit Keilschriftaufzeichnungen.
Tage
Ein Tag hatte 24 Stunden zu 60 Minuten. Mit dem Aufgang eines bestimmten
Sterns wurde ein Gefäß mit Wasser gefüllt. Die Wassermenge,
die bis zum gleichen Zeitpunkt des nächsten Tages durch eine kleine
Öffnung floß, wurde gewogen und durch 12 geteilt. Daraus ergaben
sich 12 Doppelstunden (Minen), die gleichzeitig eine Zurückgelegte
Wegstrecke umschrieben.
Talisman
Der Unterschied zwischen einem Talisman und einem Amulett besteht darin,
daß der Talismann Gutes anziehen und das Amulett Böses abwehren
soll. Sowohl Talisman als auch Amulett entfalten nach griechischen, türkischen,
indischen, chinesischen und vielen anderen Überlieferungen ihre besondere
Wirkung erst dann, wenn sie nach Geburtszeit, Planetenstand und persönlicher
Aura "auf das Individuum abgestimmt" sind, während Fetische und Reliquien
Speicher für positive bzw. negative Aufladungen sind.
Tammuz (sumerisch)
auch Dumuzi, war ebenso wie Gilgamesch sowohl eine sehr alte mythische
Figur als auch ein in historischer Zeit zum König von Uruk aufgestiegener
Hirte, dessen Tragik im Zusammenstoß zwischen dem Matriarchat und
der neuen, städtisch-patriarchalischen Lebensweise begründet
ist.
Tawa (indianisch)
der Sonnengott der für die nordamerikanischen Pueblo-Indianer als
Schöpfer der Menschen gilt.
Tefnut (ägyptisch)
die Feuchtigkeit, Teil der Urzeugung von Geb (Erde) und Tefnut (Himmel)
Tempel
Der älteste erhaltene Tempel überhaupt steht in Abydos, Ägypten.
Er wurde ca. 6000 v. Chr. erbaut und zeigt in seinen Reliefs ganze Heere
von Schlangen und Barken mit Widderkopf als Symbole der Vorzeit. Zu beiden
Seiten des Atlantiks existierten Stufentempel von fast identischer Bauart:
in Mesopotamien (Ur, Uruk, Eridu, Babylon) ujnd Ägypten (Djoser-Pyramide)
ebenso wie in Honduras (Copan-Tempelanlage) und Mexiko (Sonnenpyramide
von Teotihuacan).
Tiamat
"Große böse Mutter der Urzeit", myth. Göttin. Nicht zu
verwechseln mit der Großen Muttergöttin des "Goldenen Zeitalters".
Tiermenschen (mythisch)
Sumerer, Ägypter, Chinesen und Indianer berichten ebenso von Tiermenschen
wie die griechische und die germanische Mythologie. Die Götter werden
häufig gefiedert dargestellt, z. B. Horus als Falke, Quetzalcoatl
als gefiederte Schlange und Viracocha als Vogelmensch. Aus nahezu allen
früheren Kulturen sind weitere Mischwesen bekannt, die - oftmals geflügelt
- menschliche, tierische und göttliche Eigenschaften miteinander vereinen.
Bestimmte Fabeltiere wie der Pegasus, der Vogel Greif (Abzu), das Einhorn,
der Drachen und die (der) Sphinx kommen ebenfalls sehr häufig in vorgeschichtlichen
Überlieferungen vor.
Thule (mythisch)
die "Insel der Seligen" mit der Hauptstadt Ultima. Thule lag hoch im Norden,
am Rande der Welt im Bereich der Hyperboreer. Thule war die "Weltenschleuse",
an der die tellurischen Ströme zusammenliefen und Menschen ihre materielle
Existenzform verlassen konnten (z. B. der biblische Patriarch Henoch, der
sich noch vor der Sintflut in den hohen Norden begab, wo sich "die Tore
des Himmels" befanden.
Titanen (mythisch)
Giganten, die Riesenwesen mit meist göttlichem Ursprung (d. h. auch
Engel), die in der sumerischen, chinesischen, griechischen, keltischen
und germanischen Mythologie wie auch im Alten Testament eine besondere
Bedeutung als (mißlungene) Vorstufe zum heutigen Menschen darstellen.
Titlacahuan (aztekisch)
Urgott, läßt vor der Flut ein Boot aus Zypressenholz für
Nata und Nana bauen.
Tiuz (germanisch)
erster der Götter des Himmels, des Friedens und der Fruchtbarkeit.
Töpferscheibe
Sowohl die altindischen als auch die sumerischen Kulturen kannten die Töpferscheibe,
während sie im alten Amerika nicht nachgewiesen werden konnte.
Ubartutu
Der letzte König der Stadt Schuruppak vor der Flut, Vater von Ziusudra.
UFO
siehe auch Ufo-FAQ
Ur
"Türpfosten der Turmwohnung", Stadt südlich von Uruk, in der
Nanna-suin, der Gott des vollen Mondes der Stadtgott war.
Urnungal
Gilgameschs Sohn.
Uruk
"Turmwohnung", Stadt am Unterlauf des Buranum unweit der ersten sumerischen
Stadt Eridu. Zur Zeit von Gilgamesch ca. 5,5 qkm groß
und die erste Hochkulturstadt der Menschheit. Die ursprünglich dur
Mesch-aga-schek gegründete Stadt Eanna am gleichen Platz wird zum
geheiligten Eanne-Bezirk im Zentrum von Uruk, in dem sich der Weiße
Tempel auf einer Stufenterrasse und das Inanna-Heiligtum
mit einer für spätere Tempelbauten richtungsweisenden Langcella
befinden.
das heutige Warka, das in der Bibel Erech genannt wurde, gehörte
zu den bedeutendsten Stadtstaaten im südlichen Mesopotamien mit Inanna
als Göttin und Gilgamesch als tyrannischem König.
Utgard (germanisch)
der öde, noch lebensfeindliche Raum, in unmittelbarer Nähe des
abschmelzenden Eises, in den die Riesenwesen der Götter verbannt wurden.
Utu (sumerisch)
Gott der Sonne und der Gerechtigkeit, Bruder von Inanna.
Der Sonnengott und Bruder von Inanna findet seine Entsprechung im akkadischen
Schamasch, im ägyptischen Re, im griechischen Apoll und unter vielen
anderen Namen.
Uygur (asiatisch)
auch Uigur, das etwa 1000 km große, ovale Tarimbecken nördlich
des Himalaja, in dem heute alle vonden Bergen im Süden, Westen und
Norden kommenden Flüsse spurlos versickern.
Viracocha (inkaisch)
"Der See von Schaum", kam als Ur- und Schöpfungsgott der Inka aus
den Fluten des Titicacasees oder aus dem Wasser im Osten hervor, um den
Himmel, die Erde und einige Lebewesen zu erschaffen. Der Zustand wäre
vollkommen gewesen, wenn es ein wenig Licht gegeben hätte. Als die
Menschen in der Finsternis umhertappen mußten, wurden sie ärgerlich.
Um sie zu bestrafen, verwandelte Viracocha sie in Steine und kehrte in
den See zurück. Nach einiger Zeit stieg er zum zweiten Mal (auch in
Sumer kamen die Götter zweimal) aus den Fluten und schuf eine neue
Art von Menschen, die fähig waren, sich selbst zu regieren. Viracocha
war nach den Überlieferungen der Inkas Groß, blond, bärtig
und von weißer Haut (deshalb wurde der Eroberer Pizarro im 16. Jahrhundert
mit diesem Ur-Gott identifiziert.
Vischnu (indisch)
Dreigott zusammen mit Brahma und Schiwa
Wann (germanisch)
nordisches Göttergeschlecht der Fruchtbarkeit, wahrscheinlich noch
älter als die Asen.
Weda
das alte religiöse Schrifttum der Inder. die älteren Texte (ab
ca. 1200. v. Chr.) beschreiben die wed. Religionen, die jüngeren den
Brahmanismus.
Weda besteht aus 4 Samhitas, einer Sammlung von Liedern und Sprüchen.:
Rig-Weda (Gottes-Hymnen), Sama-Weda (Opfergesänge), Jadschur-Weda
(Opfersprüche), Atharwa-Weda (Zauberlieder.
Insgesamt gilt die Weda als Offenbarung.
Weden (indisch) - auch Veden
die Rigweda als älteste der vier Weden (vor der Yayurweda, samaweda
und Atharwaweda) wurde vor mehr als 4000 Jahren in Sanskrit geschrieben.
Sie berichtet über die bereits sehr komplexe Kosmogonie und den Kult
der ältesten Arya.
Werwer
Gott des Wetters, auch als Adad erwähnt.
Winde
Für die Sumerer waren Winde gleichzeitig Angaben der Haupthimmelsrichtungen:
- der kalte Gebirgswind aus Nordosten
- der günstige Wind aus Nordwesten
- der Wind der Wolken aus Südosten
- der Sturmwind aus Südwesten.
Wondschinas (australisch)
Urgötter, von denen die Aborigines erzählen, daß sie die
Erde erschaffen und Ordnung in das Chaos gebracht haben. Die farbigen Felszeichnungen
von Wondschinas zeigen mundlose Wesen mit einer Art Aura und auffälligem
Schmuck an einer Art Halskette.
Wotan (germanisch)
auch Odin (Uotan bei den Azteken), holte als Stammvater und Heilkundiger
Gott gefallene Krieger heim nach Wlahll.
Yggdrasil (germanisch)
Die Rauchwolke, die über tätigen Vulkanen steht, kann wie ien
großer, bis in den Himmel reichender Baum aussehen - besonders, wenn
man sich vom Meer aus einem gewaltigen Inselkegel nähert. Das Bild
vom Weltenbaum oder Baum der Erkenntnis, in dem wie bei Yggdrasil Adler,
Eichhörnchen, Hirsche, aber auch Drachen oder Schlangen leben (siehe
auch Huluppa-Baum) taucht sowohl im Alten Testament als auch in der Edda,
in ägyptischen und in indischen Sagen auf.
Ymir (germanisch)
der Eisriese, den die Reifriesen wegen seines gewaltigen Rauschens bei
der Berührung von Eis Ögelmir nennen, Großvater des nordischen
Noah Bergalmir.
Zabardi Banuga
"Gleich der glänzenden Bronze, eng aber schmiegsam",
Waffenschmied, Kriegeranführer im Epos.
Zedernwald
(am "oberen Meer") im heutigen Libanon und Syrien. Seine Ausdenung betrug
60 Doppelstunden (a`10,8 km = 650 km) Die Zedern konnten, bei einem Stammumfang
bis zu 14 Metern, 30 Meter hoch werden.
In unseren Tagen, gegen Ende des zwanzigsten Jahrhunderts n. Chr., beginnt
ein neuer, 2150 Jahre dauernder kosmischer Zyklus: das Zeitalter des Wassermanns,
das offensichtlich einen Umbruch in allen bisher dominierenden Wertekategorien
und inneren Bezugssystemen einleitet. Zwölf kosmische Zeitalter ergeben
die Spanne von 25800 Jahren. So lange dauert es, bis die Erdachse ihre
kreisförmige Taumelbewegung um die Ekliptikachse einmal vollendet.
Zeus (griechisch
Uranos und Gaia schufen eine ganze Reihe von Mißgeburten,
z. B. die einäugigen Kyklopen, mörderische Hekatoncheiren, Furien,
Giganten und schließlich die Titanen. Kronos, der jüngste von
ihnen, zeugte mit Gaias Nachfolgerin Rhea das gesamte
Herrschergeschlecht der Olympier mit Zeus, Hera, Poseidon, Hades, Demeter
und Hestia.
Zikkurat
"Tempel der Götter", alle sumerischen Städte wurden von einem
Stufentempel beherrscht. Die massive, aus sonnengetrockneten Ziegeln erbauten
Hochterrassen mit schrägen Seiten dienten ursprünglich als Schutzebenen
gegen Feinde und Überflutungen. Später wurden über der obersten
Terrasse ein Tempel als "Tor für die Götter" errichtet, zu dem
nur auserwählte Priester Zugang hatten. Oft waren die beiden unteren
Terrassen als Symbol für die Unterwelt schwarz gefärbt, die dritte
Stufe erhielt die Farbe rot für die Erde, der Tempel war lapislazuliblau
wie der Himmel lasiert, und das vergoldete Kuppeldach
stellte die Ebene der Götter dar. Die Terrassen waren durch drei durchgehende
Außentreppen mit mindestens hundert Stufen erreichbar. Die Reste
der ausgegrabenen Zikkurat von Uruk haben einen fast quadratischen Grundriß
von 56 x 50 m und ihre Seiten waren nach den vier Haupt-Windrichtungen
ausgerichtet.