Manu's Chaoslexikon

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  1. Aborigines
  2. Abram
  3. Abramelinritual
  4. Abzu
  5. Acheron
  6. Ägypten
  7. Agartha
  8. Agga
  9. Ainu
  10. Aja
  11. Ama-terasu (japanisch)
  12. Amun-re (ägyptisch)
  13. An (sum. Ki)
  14. Anunnaki
  15. Aquitanien (lateinisch)
  16. Aratta (akkadisch)
  17. Armorica (altkeltisch)
  18. Aruru
  19. Arya (iranisch)
  20. Asakku
  21. Asen (germanisch)
  22. Asgard (germanisch)
  23. Astarte (phönizisch)
  24. Astronomie (extern)
  25. Atlas (griechisch)
  26. Atlantis
  27. Azteken
  28. Azu 
  29. Bai Ulgen (sibirisch)
  30. Bergwerke
  31. Beter-Statuen
  32. Bir Hurturre
  33. Brahma (indisch)
  34. Bogs (slawisch)
  35. Brasil (irisch)
  36. Bronze
  37. Bergalmir (germanisch) 
  38. Carnac (bretonisch)
  39. Catal Hüyük (türkisch)
  40. Chios (griechisch)
  41. Chuluppa-Baum
  42. Chuwawa
  43. Cro-Magnon (französisch)
  44. Cromlechs (altkeltisch) 
  45. Dilmun (sumerisch)
  46. Dimus
  47. Dogon (westafrikanisch)
  48. Dolmen (keltisch)
  49. Dumuzi 
  50. Edda (hebräisch)
  51. Eden (hebräisch)
  52. Edimmus
  53. E-dubba
  54. Eiszeit
  55. Elohim (hebräisch)
  56. Emesch (sumerisch)
  57. Enki (sum. Ea)
  58. Enkidu
  59. Enkimdu (sumerisch)
  60. Enlil
  61. Enmerkar
  62. Ensi
  63. Enten (sumerisch)
  64. Epochen
  65. Ereschkigal
  66. Eridu
  67. Erinnerungen
  68. Erra 
  69. Fata Morgana 
  70. Gaia (griechisch)
  71. Ganzir
  72. Geb (ägyptisch)
  73. Geheimwissen
  74. Germanen
  75. Gewichte
  76. Gilgalmesch (sumerisch)
  77. Gönnersdorf (deutsch)
  78. Gog, Magog (hebräisch)
  79. Gondwanaland (indisch)
  80. Griechen
  81. Guffa
  82. Guru :
  83. Harappa (indisch)
  84. Herkules
  85. Himmel
  86. Himmelsstier
  87. Hinduismus
  88. Horus (ägyptisch)
  89. Huitzlipochtli (aztekisch)
  90. Huluppa-Baum (sumerisch)
  91. Hyperboreer (griechisch) 
  92. I-Ging
  93. Iggigi
  94. Idigna
  95. Imdugud
  96. Inanna
  97. Indischer Ozean
  98. Inti (inkaisch)
  99. Ischchara
  100. Isimud (sumerisch)
  101. Isis (ägyptisch)
  102. Izanagi, Izanami (japanisch)
  103. Izanami (japanisch) 
  104. Jericho 
  105. Kachinas (indianisch)
  106. Kalaturra
  107. Kalender (babylonisch)
  108. Kanalsysteme
  109. Keleg
  110. Kimmerer (griechisch)
  111. Kingu (sumerisch)
  112. Kisch
  113. Könige
  114. Königsgräber
  115. Kronos
  116. Kulkulkan
  117. Kupfer
  118. Kur
  119. Kyklopenmauern (griechisch) 
  120. Lachamme
  121. Lascaux
  122. Lemuria (englisch)
  123. Lepenski Vir (jugoslawisch)
  124. Lesbos (griechisch)
  125. Lilith (sumerisch/hebräisch)
  126. Lugal
  127. Lugalbanda 
  128. Magog (hebräisch)
  129. Mammut-Sterben
  130. Mana,Tabu>/A>
  131. Manco Capac
  132. Manu (indisch)
  133. Maße und Gewichte
  134. Mayas
  135. ME
  136. Mebaragesi
  137. Meere
  138. Megalither (griechisch)
  139. Melucha-Land
  140. Menhire (keltisch)
  141. Mesch-aga-schek (babyl. Mes-kiag-gascher)
  142. Mexiko (indianisch)
  143. Midgard (germanisch)
  144. Mikku
  145. Mohenjo Daro (indisch)
  146. Monate
  147. Mu (mythisch)
  148. Muschkenus
  149. Musikinstrumente
  150. Mystik
  151. Mythen 
  152. Namtar
  153. Nana (aztekisch)
  154. Nansche
  155. Nanna-suin (sumerisch)
  156. Nata und Nana (aztekisch)
  157. Nazca (indianisch)
  158. Neolithische Revolution
  159. Nephthys (ägyptisch)
  160. Nergal (sum. Meslamtaea)
  161. Neti
  162. Ninigi (japanisch)
  163. Nin-shubur (sumerisch)
  164. Nin-sun
  165. Nin-ti (sumerisch)
  166. Ninurta
  167. Nippur
  168. Ninisinna
  169. Nommos (westafrikanisch)
  170. Nordmeer
  171. Nordpol
  172. Nut (ägyptisch) 
  173. Oannes (sumerisch)
  174. Odin (germanisch)
  175. Odyssee (griechisch)
  176. Olymp
  177. Ogygia (griechisch)
  178. Opfer
  179. Osiris (ägyptisch) 
  180. Pan-ku (chinesisch)
  181. Phönizier
  182. Planetoiden
  183. Popol Vuh (indianisch)
  184. Priester (Sanga
  185. Pukku und Mikku
  186. Pusur-Amurri 
  187. Quetzalcoatl (aztekisch) 
  188. Ragnarök (germanisch)
  189. Rauschtrank
  190. Rhea
  191. Rollsiegel
  192. Runen (germanisch) 
  193. Sahara
  194. Schakan (sum. Sumukan)
  195. Schiwa (indisch)
  196. Schlange
  197. Schmuck
  198. Schublugala
  199. Schukallituda
  200. Schuruppak
  201. Seth (ägyptisch)
  202. Shangri-La (tibetisch)
  203. Shin-to (sino-japanisch)
  204. Shu (ägyptisch)
  205. Siduri
  206. Sintflut
  207. Sklavenmarken
  208. Soma (indisch)
  209. Sonne
  210. Sphinx
  211. Stiftmosaik
  212. Suin (sum. Nanna)
  213. Sumer
  214. Sumerer 
  215. Tage
  216. Talisman
  217. Tammuz (sumerisch)
  218. Tawa (indianisch)
  219. Tefnut (ägyptisch)
  220. Tempel
  221. Tiamat
  222. Tiermenschen (mythisch)
  223. Thule (mythisch)
  224. Titanen (mythisch)
  225. Titlacahuan (aztekisch)
  226. Tiuz (germanisch)
  227. Töpferscheibe 
  228. Ubartutu
  229. UFO
  230. Ur
  231. Urgötter
  232. Urnungal
  233. Uruk
  234. Utu (sumerisch)
  235. Uygur (asiatisch) 
  236. Viracocha (inkaisch)
  237. Vischnu (indisch) 
  238. Wanen (germanisch)
  239. Weda
  240. Weden (indisch)
  241. Werwer
  242. Winde
  243. Wondschinas (australisch)
  244. Wotan (germanisch) 
  245. Yggdrasil (germanisch)
  246. Ymir (germanisch) 
  247. Zabardi Banuga
  248. Zedernwald
  249. Zeitalter
  250. Zeus (griechisch)
  251. Zikkurat
  252. Ziusudra 

Agga

"Der die Eselsmilch liebt", Sohn von Mebaragesi und sein Nachfolger als König von Kisch.

Aja

Göttin, Gemahlin des obersten Gottes An

Ama-terasu (japanisch)

die in ihren Grunzügen mit Inanna vergleichbare Göttin des Himmels und der Erde in der Shin-to-Religion.
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 Amun-re (ägyptisch)

auch Amon-Re, eigentlich ein Herrscher des Mittleren Reiches, der um 2000 v. Chr. König über ganz Ägypten wird. Der Doppelname nimmt bewußt Bezug auf den früheren Sonnengott Re und die Macht der Schöpfungsgötter Atum und Ptah.

An (sum. Ki)

Oberster Gott in Sumer zur Zeit Gilgameschs. Herrscht zusammen mit seinen Söhnen Enki und Enlil im Zweistromland.

Anunnaki

Götter im Himmel und auf der Erde.
Niedere Götter der Frühzeit, die sich nach sumerischen, akkadischen und babylonischen Keilschrift Texten über die harte Arbeit in den Bergwerken beschwerten und die Züchtung von Hilfswesen forderten, die nach den gleichen Quellen "Menschen" genannt wurden.

Aquitanien (lateinisch)

Prähistorisches Siedlungsgebiet in Südwest-Frankreich (Dordogne), in dem bereits vor 100 000 Jahren Neandertaler seßhaft waren nun und in dem vor ca. 36.ooo Jahren erstmals die Cro-Magnon-Menschen auftauchten.

Aratta (akkadisch)

"Erhabenes Bergland", Stadt, etwa in der Gegend des heutigen Kirman, Belutschestan. Auch hier war Inanna Stadtgöttin.
Bergland im Iran, das nach den Keilschrifttexten Ursprung oder Zwischenstation der von Osten nach Mesopotamien eingewanderten Sumerer gewesen ist.

Armorica (altkeltisch)

"am Meer", das uralt wirkende, schon in prähistorischen Zeiten trotz stürmischer Wetter besiedelte Festland der Bretagne mit einer Fülle verzierter Steinmonumente, den Cromlechs, Dolmen und Menhiren bei Carnac, die älter als die Pyramiden sind.

Aruru

Göttin, die erschafft, was An erdenkt.

Arya (iranisch)

bedeutet edel bzw. pflügen, aber auch Verbündete. Der Ausdruck Arier, der von der Sprachwissenschaft als Definition für das Indogermanische/Indoeuropäische benutzt wird, sagt nichts über irgendwelche Rassemerkmale.

Asakku

"Der den Arm schlägt", Krankheitsdämon.

Asen (germanisch)

von Odin beherrschtes frühes Göttergeschlecht mit Wohnsitz in Asgard.

Asgard (germanisch)

der Wohnsitz der Göttergeschlechter "inmitten" der Erde.

Astarte (phönizisch)

im Alten Testament fälschlich Aschtoreth genannt, war neben anderen westsemitischen Bezeichnungen wie Aschera und Anath einer der vielen Namen für die sumerisch-assyrisch-babylonische Göttin Inanna/Ischtar bzw. die ägyptische Isis.

Atlas (griechisch)

Sohn des Titanen Iapetos und der Hochsee-Nymphe Asia (Klymene) und Bruder von Prometheus. Er stellte sich im sogenannten Titanenkrieg auf der Seite der Menschen gegen die anderen Götter und muß zur Strafe dafür für alle Zeiten Himmel und Erde auf seinen Schultern tragen.

Azteken

Bei den Azteken gibt es eine Zeichnung der Götterheimat: ein großes Boot auf hohen Wellen vor einem Inselberg, aus dessen Sjpitze ein breitgefächerter Baum in den Himmel wächst. Die Azteken in Mexiko glauben, daß ihr Ursprung auf einer Insel namens "Atzlan" liegt.

Azu

Frühe Ärzte, z. B. Wasser- oder Öl-Heilkundige, die auch als Chirurgen tätig waren. Bereits in den frühen Zeiten Sumers waren Medikamente und Heilverfahren für die verschiedensten Krankheiten bekannt, z. B. gegen Zahnschmerzen, Epilepsie, Gelbsucht, Hämorrhoiden, Pest, Ohren-, Augen-, Magenleiden, Geschlechtskrankheiten und Depressionen.

Bai Ulgen (sibirisch)

Bei den Altaistämmen beginnt der Aufstieg eines Schamanen zum Licht-Himmel des Gottes Bai Ulgen über einen neunästigen Baum, der ebenso heilig ist wie Yggdrasil.

Bergwerke

Bereits während der Eiszeit wurden Lagerstätten von Feuersteinknollen planmäßig in Bergwerken abgebaut, deren Schächte viele Meter in die Tiefe gingen. In den dunklen Jahrtausenden zwischen dem Ende der Eiszeit und dem Beginn der geschriebenen Geschichte gab es in Cornwall, das damals noch nicht durch den Kanal von Armorica getrennt war, Zinngruben zur Herstellung von Bronze in anderen Regionen.
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Beter-Statuen

Geweihte Figürchen unterschiedlicher Größe mit vor der Brust gegeneinandergelegten Handflächen, aus Ton, Alabaster oder Sandstein. Die Statuen hatten eine mediale Funktion für das Gespräch mit den Göttern. Sie wurden täglich mit Opfergaben bedacht.
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Bir Hurturre

"Brüllender Mörder der Schwachen", im Epos Krieger von Gilgamesch.
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Brahma (indisch)

Gott der Weltschöpfung, der in alle vier Himmelsrichtungen zugleich sehen kann, um ordnend einzugreifen. Aus seinem Urei entstehen die verschiedenen Bereiche der Schöpfung. Als Brahma einstmals ruhte, stiegen die Wasser und die Erde versank. Im Schlaf entfielen ihm die Weden, die als Schriften des heiligen Wissens auf den Meeresgrund entführt wurden. Gott Vischnu brauchte tausend Jahre, um sie wieder ans Tageslicht zu bringen.
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Bogs (slawisch)

Urgötter mit unterschiedlichen Eigenschaften im osteuropäischen Raum, z. B. Dazbog als Herr des himmlischen Feuers, Tschernebog als böser schwarzer Urgott.
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Brasil (irisch)

Hy-Brasil, O'Brazil, die Paradies-Insel in den irischen Überlieferungen.
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Bronze

die Legierung aus schon früh verwertetem Kupfer und 10-30% Zinn läßt sich leichter gießen als reines Kupfer.
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Bergalmir (germanisch)

Riese, der sich zusammen mit seiner Frau in einem Boot aus der Blutflut des Urriesen Ymir (siehe auch Pan-kau), rettet und Stammvater einer neuen Rasse wird.
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Carnac (bretonisch)

das Zentrum prähistorischer Steinalleen und halb im Atlantik versunkener Bauwerke in Armorica.
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Chios (griechisch)

Insel in der östlichen Ägais, in deren Süden an 24 Stellen die berühmten Mastix-Sträucher wachsen, die trotz aller Bemühungen niemals an einen anderen Ort verpflanzt werden konnten und aus deren Harz diamantklar trocknende "göttliche Harztränen" gewonnen werden.
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Chuluppa-Baum

Ein besonders hoher und dichter (Eichen-)Baum, der Schatten spendet und von Dämonen bewohnt wird. Aus seinem Holz schnitzt Gilgamesch Pukku und Mikku.
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siehe auch Huluppa-Baum

Chuwawa

"Der Vogel mit Ohren", Ungeheuer und Wächter des Zedernwaldes, von Gott Enlil eingesetzt.
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Cromlechs (altkeltisch)

die vorgeschichtlichen Steinsetzungen rund um Gräber der Megalither finden sich von Irland bis Nordafrika. Im Gebiet der Bretagne im einstigen Armorica setzen sich die Ringe aus übermannshohen Steinen bis ins Meer hinein fort. Nach bretonischen Überlieferungen ist hier vor langer Zeit die Stadt der Gott-Königin Is durch Überflutungen versunken. (Die römische Siedlung Lutetia wurde später nach dieser prähistorischen Frauenfigur benannt: Par-is, die der Is Gleichende.)
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Dilmun (sumerisch)

Paradies-Land; die Insel, auf der Ziusudra als Belohnung für den Bau der Arche ewig leben darf.
Tilmun, Tula, Thule, "Insel der Seligen" und verlorenes Paradies der Sumerer und "Ort des Schilfs, von dem alles Wissen seinen Ursprung nahm" bei den Kulturen des Titicacasees, kann mit dem Garten Eden, der irischen Trauminsel Brasil und Homers Ogygia in Verbindung gebracht werden, da auch trotz der unterschiedlichsten Lokalisierungen ebenso wie bei Atlantis eine ganz bestimmte, "göttliche" Art, dort zu leben, gemeinsam ist.
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Dimus

Im Epos ohne Namen. Findet als Sohn des Jägers Enkidu in der Wildnis und führt ihm die Dirne aus Uruk zu.
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Dogon (westafrikanisch)

Dieser Stamm glaubt, daß seine in Fischhäute gekleideten Götter-Ahnen, die Nommos, mit wirbelnden, donnernden Flugapparaten vom Himmel herabgekommen sind.
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Dolmen (keltisch)

Megalithgräber aus 4-6 Tragsteinen und 1-2 Decksteinen, die an steinerne Riesentische erinnern. Trotz ihres keltischen Namens gehen die in Westeuropa bekannten 50000 Dolmen, die in ähnlicher Form auch in Palästina entdeckt wurden, bis ins 8. Jt. v. Chr. zurück. An den Innenwänden wurden vielfach Darstellungen einer Göttin mit einem Halsband - der sogenannten Dolmengöttin - gefunden.
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Dumuzi

"Kind des Lebens", Hirtengott, Gemahl Inannas und König von Uruk vor der Flut, für jeweils 6 Monate des Jahres in die Unterwelt verbannt, Vorfahr von Gilgamesch.
auch Tammuz, Urhirte und Halbgott. In den Keilschrift-Quellen gibt es Hinweise darauf, daß Dumuzi der Sohn des Oannes-Fischmenschen Adapa ist, eines Kundigen aus Enkis Umgebung in Eridu, "dem der Südwind die Flügel gebrochen hat"
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Edda (nordisch)

Die beiden altisländischen Mythenlehren über Götter und Riesenmenschen erzählen sowohl von furchtbaren Umweltbedingungen als auch von vergangenen Tagen der Götter in einer glücklicheren Welt.
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 Eden (hebräisch)

Der "Garten Eden" wird wie Dilmun meist als Synonym für ein verlorenes Paradies verstanden. Dabei wird er weder im Alten Testament noch in anderen Quellen eindeutig lokalisiert. Er kann östlich von Mesopotamien (Genesis 2,8) westlich davon (Genesis 3,24), im Fünfstromland Kaschmir (Genesis 2,11 bis 2,14) oder an einem ganz anderen Ort gelegen haben.
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Edimmus

Unstete Schattenwesen, tote Menschen, die ertrunken, verbrannt, verhungert, von Dattelpalmen gefallen oder ohne Opfer begraben sind.
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E-dubba

"Haus der Tafel", Schule, in der Rechnen (bis zur Zahl Million und im Dezimalsystem, erst später mit der heiligen Zahl 60) sowie das Zeichnen von Piktogrammen gelehrt wurde. Die Lehrer (Schulväter) wurden von den Familien der Schüler (Schulsöhne) bezahlt. Als Aufseher fungierte "der mit der Peitsche".
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Elohim (hebräisch)

ursprünglich und in den Originaltexten des Alten Testamentes und des Talmud die Vielzahl der Götter, zu der auch Inanna/Ischtar gehört. Die Elohim waren schöpferisch tätig und gelten als "Welterbauer". Sie können auch besondere Menschen mit "göttlicher Kraft" gewesen sein. Erst später wurde der Begriff zum Symbol für den einen Gott.
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Emesch (sumerisch)

Urhirte (Kain) und Vorläufer von Tammuz im Inanna/Dumuzi-Mythos.
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Enki (sum. Ea)

"Herr der Erde", Gott des Süßwasserozeans, der Weisheit und der Güte. Zusammen mit An und Enlil oberste Gottheiten Sumers. Stadtgott von Eridu. Ihm stiehlt Inanna die 100 göttlichen ME.
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Enkidu

"Mann der guten Erde", Tiermensch, Sproß der Stille und der Steppe, wird von der Göttin Aruru auf Anweisung von Gott An als Gegenspieler von Gilgamesch erschaffen. Er ist kleiner und breiter als Gilgamesch, doch fast ebenso stark.
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Enkimdu (sumerisch)

der bäuerliche Gegenpol zum Hirten Tammuz.
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Enlil

Gott der Luft, strafend, zornig. Zusammen mit An und Enki oberster Gott von Sumer. Stadtgott von Nippur.
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Enmerkar

"Herr des vermessenen Landes", König von Uruk, nach Parallelquellen ca. 400 Jahre alt und Erfinder der noch senkrecht in Ton gekerbten Keilschriftvorläufer, Vater von Nin-Sun, Großvater von Gilgamesch.
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Ensi

"Der große Mensch", ursprünglich erster oder zweiter Mann einer sumerischen Stadt, manchmal einem Lugal zugeordnet, später allgemein für Würdenträger.
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Enten (sumerisch)

Urbauer (Abel) und vorläufer von Enkimdu im Inanna/Dumuzi-Mythos.
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Epochen

Die übliche Einteilung der menschlichen Kulturen in Steinzeit, Bronzezeit und Eisenzeit bezieht sich stehts nur auf das jeweilige Gebiet und bildet keine allgemeingültige Entwicklungslinie. Auch die Reihenfolge der Entwicklungsstufen ist nicht einheitlich. Es kam durchaus vor, daß metallverarbeitende Kulturen ihr bereits erlangtes Wissen wieder verloren, anschließend primitivere Werkstoffe einsetzten und dadurch für Verwirrung bei Forschern sorgten.
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Ereschkigal

"Thronende Herrin der großen Erde", Göttin der Unterwelt, Schwester von Inanna.
 
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Eridu

Südlichste und älteste Stadt Sumers, die vor der Flut am Ufer des großen Meeres lag. Hier begann auch der unterirdische Süßwasserozean des Stadtgottes Enki.
Seit der Mitte des 6. Jt. v. Chr. entstanden im fruchtbaren und wasserreichen südlichen Mesopotamien zwischen Euphrat und Tigris hierarchisch geplante Städte wie Gaura, Eridu, Ur und Uruk mit zentralen Stufentempeln, "heiligen Bezirken" und einer durchorganisierten urbanen Gesellschaftsstruktur.
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Erinnerungen

Die kollektive Erinnerung im Sinne der Ko-Evolution, d. h. der Wechselwirkung zwischen Kulturstand und genetischer Weiterentwicklung, widerspricht den lange Zeit gültigen Konvergenz-Theorien über unabhängig voneinander entstandenen Kulturen. Allein die etwa 60 Sintflutberichte in aller Welt mit fast wortgleichen Überlieferungen von einem paradiesischen Zeitalter, versagenden Göttern, warnenden Propheten und dramatischen Überlebensplänen für kleine Gruppen von Menschen belegen ein viel höheres Wahrscheinlichkeitsmaß in den Mythen, als bisher angenommen wurde. Die Übereinstimmungen beziehen sich auch auf wissenschaftlich äußerst korrekt dargestellte Katastrophenabläufe und die meteorologischen Folgen, die in ihren Details erst durch die Forschung unserer Tage über den atomaren Winter, drohende Klimakatastrophe, das Ozonloch und Gesetzmäßigkeiten der Natur verständlich werden.
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Erra

Gott der Unterwelt, Pestgott.
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Fata Morgana

Viele der großen Religionen bzw. götterorientierten Kulturen sind an Plätzen entstanden, an denen überhöhende Luftspiegelungen relativ häufig vorkamen. Möglicherweise waren atmosphärische und meteorologische Phänomene zur Zeit der alten Götter häufiger als heute.
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Gaia (griechisch)

die erste Göttin ist Urmutter der Erdensöhne und gemeinsame Ahnfrau fast aller Götter und Halbgötter der griechischen Theogonie. Viele ihrer ursprünglichen Funktionen als Naturgöttin wurden später von anderen Göttinnen übernommen.
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Ganzir

Vorhof zur Unterwelt, Eingang in einer Erdspalte am Westtor von Uruk.
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Geb (ägyptisch)

die männliche Gottheit der Erde, aus der Isis und Osiris Seth und Nephthys entstanden.
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Germanen

Der Kulturbringer Wotan brachte die Runenschrift und die Heilkunst ins nördliche Europa. Er wird mit einem hohen Hut und einem Speer (Kraftstaab) in der Hand beschrieben. Der zweite göttliche Stammvater der Germanen ist Mannus, der ebenfalls einen besonderen Speer - den Ger - trug. Sein Gefolge wurde Ger-Mannen genannt.
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Gewichte

siehe Maße
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Gönnersdorf (deutsch)

das 1968 zufällig bei Baggerarbeiten entdeckte "Pompeji aus der Eiszeit" an der Rheinhöhenstraße bei Koblenz versank etwa 9500 v. Chr. im Bimssteinregen einer nahen vulkanischen Gaseruption. Die meterdicke Gesteinsschicht konservierte nicht nur Werkzeuge, geschnitzte Frauenstatuetten und Kleidungsstücke der Eiszeitjäger , sondern auch gepflästerte Böden der Hütten und lederausgekleidete Bodengruben, in denen mit heißen Steinen Wasser gekocht werden konnte.
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Gog, Magog (hebräisch)

der "König der Nördlichen" der in den fernsten Fernen des Unglückslandes umherzieht und nach der Prophezeihung früher Propheten eines Tages das wiederhergestellte Israel überfallen wird.
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Gondwanaland (indisch)

"Land des Gond" Bezeichnung für den Überkontinent, der sich über einen Teil von Südamerika, Afrika, die Antarktis, Indien und Australien erstrekct haben kann. Tiefseebohrungen in jüngster Zeit haben um die Kerguelen-Inseln im süden des INdischen Ozeans Saurierknochen und Dschungelreste zutage gefördert.
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Griechen

Nach der prähistorischen Zeit (z. B. Tessalien) ist der mythologische Götterhimmel der griechischen Antike in seiner vielfach beschriebenen Dekadenz eher patriarchalisch-menschlich und von der Willkür des Zeus abhängig als göttlich, obwohl Homer viele Elemente und Figuren der vorhellenistischen und vorderasiatischen Überlieferungen verwendet hat. Unter diesem Gesichtspunkt wird aus Platos Antlantis-Bericht gleichzeitig eine Warnung vor falscher Entwicklung.
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Guffa

Schwimmkorb aus Leder oder Schilfmatten mit Wanten aus Rohr, abgedichtet mit Erdpech.
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Guru

"Starker Mann"; Tempelangestellte, die später in den Sklaven-Status absanken.
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Harappa (indisch)

prähistorische siedlung am Indus mit Straßen, festen Häusern und einem "Stadt-Plan" sowie Schriftzeichen, die auf Verbindungen zum mehr als 1000 km entfernten Sumer hinweisen.
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Herkules

latainisch römischer Name des Herakles.
In der griechischen Mythologie Halbgott (Heros), Sohn des Zeus und der Alkmene; im Dienst des Eurystheus verrichtete er die 12 Taten. Im Olymp erhielt er Hebe als Gemahlin.
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Himmel

Die Sumerer hielten den Himmel für eine hohle Halbkugel und die Erde für eine Scheibe auf deren Oberfläche sie lebten. Der Himmel war in mehrere (3-7) Stockwerke aufgeteilt, von denen nur das unterste mit den Sternen sichtbar war. Durch Fenster im Himmelsgewölbe konnten die Götter Regen oder Strafen schicken.
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Himmelsstier

Vernichtungswaffe der Götter aus dem Sternbild Taurus mit konventioneller Wirkung und krankmachenden Folgeerscheinungen.
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Horus (ägyptisch)

der falkenköpfige Sohn von Isis und Osiris bildet den Übergang von den Göttern zu den menschlichen Herrschern.
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Huitzlipochtli (aztekisch)

der Stammesgott mit dem Ehrennamen "Kolibri-Vogel des Südens".
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Huluppa-Baum (sumerisch)

wie Yggdrasil oder der Baum der erkenntnis im Alten Testament symbolisiert der Huluppa-Baum eine Art Wissensarchiv der Natur, das der Mensch nutzen aber nicht mißbrauchen darf.
siehe auch Chuluppa-Baum
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Hyperboreer (griechisch)

der Mythenaufzeichner Hekataios von Abdera schrieb um 300 v. Chr. das erste Buch über das geheimnisvolle Elitevolk der Hyperboreer, mit denen direkte Nachkommen der Cro Magnon Menschen gemeint sein können, die die Sintflut zwar überlebten, dann aber ausstarben. Ein anderer Grieche, Diodoros, berichtet, daß die Hyperboreer jenseits der Orte (im Norden) gelebt haben, in denen der Boreas Sturm bläst.
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Iggigi

Die höheren Götter der Unterwelt.
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Idigna

"Der laufende Fluß", wegen der starken Strömung so bezeichneter Tigris, an dem es kaum Städte gab.
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Imdugud

"Der nachtdunkle Sturmvogel", auch Anzu genannt.
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Indischer Ozean

Zu den bis heute ungeklärten Naturphänomenen gehört das in allen amtlichen Handbüchern für Seefahrer beschriebene Meeresleuchten im Indischen Ozean mit Feuerrädern, Spiralen und allen nur denkbaren geometrischen Figuren.
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Inti (inkaisch)

der Sonnengott ist der erste Sohn des Schöpfungsgottes Pachacamac, der als Zusatz bereits den Namen Viracocha trug.
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Ischchara

Göttin, Begleiterin und manchmal Stellvertreterin von Inanna.
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Isimud (sumerisch)

Wesir von Gott Enki
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Isis (ägyptisch)

die göttliche Schwester und Gattin von Osiris, der von Seth getötet wurde. In Ägypten ist Isis die große Göttin, Quelle der Zartheit und Güte, der Liebe und der Fruchtbarkeit. Der Isis-Kult lebte auch im Christentum weiter. Der Mensch als "der Affe Gottes" ist an Isis gekettet, denn ihr verdankt er seine Existenz. Noch Robespierre sah während der Französischen Revolution in der Göttin Isis die treibende Kraft des Fortschritts: die Vernunft.
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Izanagi, Izanami (japanisch)

Urgötter der Shin-to-Religion
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Izanami (japanisch)

siehe Izanagi
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Jericho

In dieser zu den ältesten Städten der Menschheit gehörenden Siedlung vom Ende des 8. Jt. bis zum Beginn des 6. Jt. v. Chr. wurden Reste einer mindestens 5 m hohen Stadtmauer und eines zentralen Turms von 9 m Durchmesser ausgegraben. Den Toten in Jericho wurden Figuren aus rotem Ton mit ins Grab gegeben (Adam heißt "rot"), damit sie sich nicht so einsam fühlten.
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Kachinas (indianisch)

hellhäutige Götterwesen, die in den Überlieferungen der Hopi- und Pueblo-Indianer über viele Generationen hinweg die Einwanderung über die Landbrücke zwischen Asien und Nord-Amerika ratgebend begleiteten, über besondere Fähigkeiten verfügten und sich allmählich an "geheime" Orte zurückzogen. Der Einflußbereich der Kachinas reichte von den Ainu Japans über den Westen Nordamerikas und Mittelamerika mit Yukatan bis zum Titicacasee.
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Kalaturra

"Noch-nicht-Mann", rettet Inanna in der Unterwelt durch das Wasser des Lebens.
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Kalender (babylonisch)

1. Nisannu ....März/April
2. Ajaru ....April/Mai
3. Simanui ....Mai/Juni
4. Du'uzu ....Juni/Juli
5. Abu ....Juli/August
6. Ululu ....August/September
7. Taschritu ....September/Oktober
8. Arachsamnu ....Oktober/November
9. Kislimu ....November/Dezember
10. Tebutu ....Dezember/Januar
11. Sabatu ....Januar/Februar
12. Addaru ....Februar/März
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Kanalsysteme

Buranum und Idigna (Euphrat und Tigris) haben nur wenige Nebenflüsse. Zur Zeit der Schneeschmelze in den Quellbergen im Norden kamm es regelmäßig zu schweren Überschwemmungen im Zweistromland, während in den Sommermonaten das Wasser knapp wurde. Mit der Gründung von dauerhaften Siedlungen mußten gleichzeitig Dämme, Kanäle, Stauwerke und Schleusen gebaut und ständig gepflegt werden. Die Bedeutung der Wasserwirtschaft für die gesamte sumerische Kultur zeigt sich auch daran, daß oftmals Regierungszeiten von Herrschern nach dem Beginn oder der Vollendung bestimmter Wasserwerke datiert wurden.
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Keleg

Floß mit Schwimmkörpern aus aufgeblasenen Hammelhäuten für schwere Lasten.
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Kimmerer (griechisch)

"Also erreichten wir des tiefsten Ozean Ende. Allda liegt das Land und die Stadt der kimmerischen Männer. Diese tappen ständig in Nacht und Nebel und niemals schauet strahlend auf sie der Gott der leuchtenden Sonne, weder wenn er die Bahn des sternigen Himmels hinansteigt, noch wenn er wieder hinab vom Himmel zur Erde sich wendet. Sonder schreckliche Nacht umhült die elenden Menschen." (Homer, Odyssee) Die Völker Nordeuropas (Erebos/Europa heißt "Dunkelwelt") erinnern sich an eine vorzeitliche Dunkelwelt, das "Niflheim" der Edda, in der es auch tagsüber nur Dämmerlicht gab. Diese Halbwelten der Kimmerer (nicht zu verwechseln mit den späteren Kimbern) sind die Vorbilder für mythische Totenländer geworden.
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Kingu (sumerisch)

der rebellierende und dann erschlagene Gott, aus dessen Blut Mami unter Anleitung von Enki und mit Zustimmung der Götterversammlung zusammen mit Lehm den Menschen erschuf.
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Kisch

"Die Eselsstadt", ca. 150 km. nordwestlich von Uruk.
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Könige

Den Königen, Herrschern und Priestern sumerischer Städte ist es trotz ständiger Kriege und Eroberungen niemals gelungen, die Zersplitterung ihrer gemeinsamen Religion und Kultur in feindliche Stadtstaaten zu überwinden. Dies wurde erst ein halbes Jahrtausend nach Gilgamesch unter den akkadischen d. h. semitischen Königen wie Sargon aus Kisch und den Babyloniern möglich.
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Königsgräber

Zu den wichtigsten archäologischen Funden für eine Bestätigung der auf Tausenden von Keilschrifttafeln festgehaltenen Sagen und Legenden aus dem alten Sumer gehörten die Königsgräber von Ur, eine Tagesreise südlich von Uruk. Hier wurden 1927/29 die Königsgräber von Mes-anni-Padda in zwölf Metern Tiefe ausgegraben. Mes-anni-padda wird in den Keilschriften als erster König nach der Flut bezeichnet. Unter den Grabhöhlen befand sich eine zweieinhalb Meter dicke, verhärtete Schlickschicht. Und Unter dieser Schicht wurden die fantastischen Königsgräber von A-bar-gi, seiner Frau Schub-ad und ihrem gesamten Gefolge entdeckt. Sie starben gemeinsam durch den "Becher des Friedens" - als Zeugen für die erste sumerische Kultur, die vor fünftausend Jahren in einer großen Flut unterging.
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Kronos

in der griechischen Mythologie Sohn des Uranos und der Gäa, verschlang seine Nachkommen bis auf Zeus, der ihn später stürzte.
Titan der griechischen Sage, der aus Furcht vor dem Fluche seines Vaters Uranos seine Kinder bis auf Zeus verschlang, den die Mutter verbarg.
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Kulkulkan

manchmal auch identisch mit Quetzalcoatl, war einer der ersten Maya-Götter und kam aus dem Wasser im Osten. Er brachte den Mayas vor ca. 7000 Jahren die Schrift und den Mais. Bei einigen westlichen Maya-Stämmen hat Kukulkan den zweiten Namen Uotan - Wotan. Dieser Uotan ist groß, weiß, bärtig, trägt einen hohen spitzen Hut, eine Axt und einen Speer und kann sich in eine Schlange verwandeln.
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Kupfer

Die Bewohner von Catal Hüyük waren bereits um 8000 v. Chr. in der Lage, Kupfererz zu schmelzen, um daraus Massenartikel wie Nägel herzustellen
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Kur

"Land ohne Wiederkehr", das Erdinnere.
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Kyklopenmauern (griechisch)

die Bezeichnung für mächtige und unerklärbare Aufschichtungen von tonnenschweren, ungleichmäßigen Steinblöcken, die fast fugenlos übereinandergetürmt sind, geht auf den Reiseschriftsteller Pausanias (um 175 n. Chr.) zurück, der die Reste dieser Mauern für das Werk menschenfressender Kyklopen-Riesen hielt.
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Lachamme

"Kraftstrotzender Fisch", Dämon von Enki in den Tiefen des Ozeans.
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Lascaux

Die 1940 von planvoll suchenden Kindern gefundene Höhle von Lascaux an der Vezere in Südwestfrankreich enthält neben den 1879 ebenfalls von einem Kind entdeckten nordspanischen Höhlen von Altamira die bedeutendsten Zeugnisse jungpaläolithischer Kunst: Hunderte farbiger Darstellungen von Stieren, Kühen, Bären, Hirschen, Wisenten, Pferden, Katzen und einem Einhorn. Auffällig an den Höhlenzeichnungen der Cro Magnon-Menschen ist, daß sie oft an den verborgensten Stellen bzw. sehr weit vom Licht des Eingangs entfernt geschaffen wurden.
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Lemuria (englisch)

Der englische Zoologe Philip Slater sah in den Lemuren, den kleinen Vorfahren der Affen, die nur an der Ostküste Afrikas, in Madagaskar und an der Westküste Indiens vorkommen, einen Beweis dafür, daß dieses Gebiet einmal zusammenhing. Er nannte den verlorenen Kontinent Lemuria.
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Lepenski Vir (jugoslawisch)

der Strudel von Lepeno am "Eisernen Tor", dem Donau-Durchbruch zwischen Jugoslawien und Rumänien, ist seit der Endphase der letzten Eiszeit, d. h. seit ca. 12000 Jahren kontinuierlich besiedelt. Die enge Gebirgsschlucht bildet die faszinierende Kulisse für eine der rätselhaftesten prähistorischen Siedlungen überhaupt. Die Schichten des Dorfes wurden 1965 bei den Vorarbeiten für einen Stausee vom Archäologen Dragoslav Srejovic entdeckt und enthielt, außer den ältesten freiplastischen Skulpturen der Weltgeschichte (neben den eiszeitlichen Funden in französischen Höhlen) gegossene Hausfundamente mit mathematisch berechneten Grundrissen in Form von "abgeschnittenen Kreissegmenten" aus einer besonders schöpferischen Phase, die etwa 8000 Jahre zurückliegt.
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Lesbos (griechisch)

Die Insel der nordöstlichen Ägöis, von der aus die Berge von Kleinasien sichtbar sind, war von prähellenischen Stämmen bewohnt. Ihr Mythischer Stammvater Makareos gab seine Tochter Methymna Lesbos zur Frau.
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Lilith (sumerisch/hebräisch)

Sturmdämonin.
Die sumerischen Keilschrifttexte nennen sie einen Geist, der hebräische Talmud eine göttliche Titanin und erste Gefährtin Adams. Sie wird wie Inanna und Isis als emanzipierte Frau mit geheimen Wissen und gefährlichen Machtmitteln sowie der Verfügungsgewalt über ein Fluggerät bzw. den "Vogel Zu" geschildert. Im Talmud raubt sie die "goldenen Schicksalstafeln", auf denen auch die besonders wichtige Formel "Shem Hemmeforash" verzeichnet ist. Da der Versuch der Elohim, Lilith dieses Wissen wieder abzujagen, mißlingt, rächen sich die (männlichen) Götter an allen, die mit ihr zu tun hatten.
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Lugal

Ehrentitel sumerischer Stadtgötter, aber auch Titel menschlicher Herrscher.
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Lugalbanda

Der 1. König nach der Sintflut, Urgroßvater von Gilgamesch.
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Magog (hebräisch)

siehe Gog
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Mammut-Sterben

Trotz vieler Theorien ist es bisher nicht gelungen, eine überzeugende Erklärung für den Massentod sibirischer Mammuts vor etwa 10000 Jahren abzugeben, die so schockartig erfroren, daß ihr Fleisch teilweise heute noch genießbar ist.
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Manco Capac

Der göttliche Stammvater der Inka-Kultur trägt neben dem Zusatz "der Mächtige" einen Namen, von dem in den Überlieferungen betont wird, daß er nicht Inkaisch ist.
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Maße und Gewichte

1 Elle = 24 Finger = 40 cm
1 Hohes Rohr = 6 Ellen = 2,40 m
1 Doppel-Rohr/Gar = 12 Ellen = 4,80 m
1 Seil Aschlu = 10 Gar = 48 m
180 Seile Biru = 1800 Gar = 8,6 km
1 Beet/kleines Sar = 15x15 Ellen = 36 m²
100 Beete/Gan = 35 ar = 3600 km²
5000 Gan/großes Sar = 1,80 km²
1 Qa = 0,4 l
300 Qa = 1 Gur = 120 l
1 Sekel = 180 Körner = 8,42 gr
1 Mine = 60 Sekel = 0,5 kg
1 Talent = 60 Minen = 30 kg
1 Sekel Silber = 120/140 Sekel Kupfer
6 Sekel Silber = 1 Sekel Eisen
1 Gur Getreide = 1 Sekel Silber
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Mayas

Noch um 9000 v. Chr. lebten die von Norden eingewanderten Mayas als primitive Steinzeitfischer und -jäger auf der Halbinsel Yukatan und im Hochland von Guatemala. Die Maya-Chronologie beginnt nur wenige Jahrhunderte später mit einem erstaunlichen astronomischen Wissen. Der Maya-Kalender, niedergeschrieben in Büchern aus Maulbeerrinde, die wie eine Zieharmonika zusammengefaltet werden, auf Steine gemalt oder in Tempelwände gemeißelt, bezeichnet den Tag der Katastrophe im Jahr 8498 v. Chr. als "Nulltag". 
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ME

Alle Seinsmerkmale, die den Menschen über das Tier erheben: das Denken, das Wort und das Fühlen ebenso wie das Träumen, das Königstum, die Freude an Tanz und Gestaltung, Kreativität und Menschlichkeit. Aber auch die Fähigkeiten der Trauer, des Hasses und der Falschheit. Die 100 göttlichen ME sollten nach und nach an die Menschen übergeben werden. Doch Inanna hat sie gestohlen und unter die noch nicht dafür reifen Menschen geschüttet.
der Sammelbegriff für vordem nicht für die Menschen verfügbaren kreativen individuellen Fertigkeiten und Erkenntnisse kommt in vielen Überlieferungen vor - vom baum der Erkenntnis in der Genesis bis zu Gesetzestafeln, Bundesladen und gnostisch-esoterischem Wissen von Eingeweihten.
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Mebaragesi

König von Kisch, Vater von Agga
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Meere

Die Sumerer kannten "das obere Meer im Norden" (Mittelmeer) und das "Meer im Süden" (den Persischen Golf). Die Küstenlinie des Südmeers verlief zu Gilgameschs Zeiten etwa 250 km weiter nördlich, so daß Eridu und Ur Küstenstädte gewesen sein können. Durch Schlick, Versumpfung, Treibsand und das Austrocknen eines großen Wasserflusses im Westen hat sich das brakige Becken im Lauf von 5000 Jahren immer mehr gefüllt.
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Megalither (griechisch)

die wohl bedeutendsten Völkergruppen der Jungsteinzeit und Bronzezeit in Nordeuropa lassen sich nach neueren Forschungen bis ins 6. Jt. v. Chr. nachweisen. Der Sammelname ist vom griechischen megas = groß und lithos = Stein abgleitet.
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Melucha-Land

Die legendäre Urheimat der Sumerer jenseits der Berge im Osten des Zweistromlandes.
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Menhire (keltisch)

Bezeichnung für einzeln stehende Großsteine, men = Stein, hir = groß, die bis zu 20 m aufragen udn teilweise mehr als 300 Tonnen schwer sind. Einer der bekanntesten Menhire ist der umgekippte und zerbrochehne Großstein Er grah von Locmariaquer bei Carnac/Bretagne. Menhire gelten in den Überlieferungen auch als "Verschluß der Unterwelt-Wasser" Abzu.
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Mesch-aga-schek (babyl. Mes-kiag-gascher)

Gründer von Eanna (Alt-Uruk), dem späteren heiligen Bezirk.
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Mexiko (indianisch)

Vor dem ersten Auftreten des "Menschen" um ca. 7000 v. Chr. war der weite Raum Mesoamerikas von Jägern mit altsteinzeitlicher Kulturbasis bewohnt. Sie jagten das Mammut und das Mastodon (eiszeitliche Bisons), das heute in Amerika ausgestorbene Kamel und das Pferd, das hier seine Urheimat hat, obwohl es erst wieder durch die Europäer eingeführt wurde.
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Midgard (germanisch)

"Land der Mitte" aus der Edda, das die Götter den Menschen zur Wohnung gaben.
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Mikku

siehe Pukku
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Mohenjo Daro (indisch)

die prähistorische Siedlung am Indus im Gebiet des heutigen Pakistan gehört zusammen mit Harappa zu den wichtigsten Fundstätten, durch die sich lange vor den Griechen und Römern zentralisierte Wirtschafts- und Verwaltungssysteme mit Markenzeichen auf gleichen Produkten, Unterschriftssiegeln und einer hierarchisch gegliederten Gesellschaftsstruktur nachweisen lassen.
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Monate

Ein sumerischer Monat hatte jeweils 29 oder 30 Tage - je nach dem Auftauchen der Mondsichel. Der Unterschied zwischen Mondjahr und Sonnenjahr wurde durch Einfügen von Schaltmonaten ausgeglichen. In kriegerischen Zeiten und durch Berechnungsfehler mußten die Schaltmonate oft durch Anordnungen der Herrscher eingefügt werden. Das führte zu Kalendarien, die von Stadt zu Stadt unterschiedlich waren.
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Mu (mythisch)

der riesige Kontinent, der sich vor der Sintflut bzw. vor mehreren Eiszeiten von Polynesien bis zum Indischen Ozean erstreckt hat. In pazifischen Legenden das Land des Ursprungs.
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Muschkenus

Lehens-Freie im Dienst der Tempel und Paläste. Bei besonderen Anlässen wie die Schublugals zum Kriegsdienst verpflichtet.
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Musikinstrumente

Die Sumerer erfreuten sich oft an Musik, sie sangen und spielten auf der Balag (Harfe), auf Lilis (großen Kesselpauken, deren Herstellung ein eigenes Fest bedeutete), auf Mesis (kleine Handtrommeln) und Ubs (Kokosnußtrommeln) sowie auf Leiern, Trompeten und kleinen Mundblasegeräten.
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Namtar

"Der das Geschick abschneidet", Bote der jPest und des Todes, Wesir von Erschkigal.
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Nana (aztekisch)

siehe Nata
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Nansche

Im Epos nicht näher bezeichnete Mutter von Gilgameschs Sohn Urnungal. Später Göttin der Gerechtigkeit, Schützerin der Armen, Traumdeuterin der Götter, sitzt neben An und deutet seine gemurmelten Entscheidungen.
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Nanna-suin (sumerisch)

siehe Suin. der Mondgott (akkadisch: Sin oder Suin) gilt als Sohn von Enlil. Zusammen mit seiner Gemahlin Ningal zeugte er den Sonnengott Utu
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Nata und Nana (aztekisch)

Paar das die Sintflut überlebte.
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Nazca (indianisch)

Wie Schliemanns Name mit Troja, so ist der von Maria Reiche mit den kilometerlanen Erdlinien und riesenhaften mythischen Scharrbildern von Vögeln, fischen und Blumen in der Ebene von Nazca/Peru verbunden, die wie "göttliche Grafitti" aussehen. Trotz intensivster Forschung ist es bis heute nicht gelungen, die über 1000 qkm verteilten Riesenzeichen zu deuten.
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Neolithische Revolution

Der russische Biologe N. Vavilov hat als erster acht verschiedene Ursprungsgebiete lokalisiert, in denen um 8000 v. Chr. unabhängig voneinander bestimmte Kulturpflanzen wie Mais, Gerste u. a. planmäßig gezüchtet wurden. Zusammen mit der erstmals und später nie wieder gelungenen Domestizierung von Haustieren wird dieses Phänomen inzwischen allgemein die "Neolithische Revolution" genannt.
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Nephthys (ägyptisch)

Schwester von Osiris, Isis und Seth.
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Nergal (sum. Meslamtaea)

"Großer Herr", Gott des Todes und des Mars, Gemahl von Ereschkigal.
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Neti

"Der Furchterregende", Torhüter der Unterwelt.
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Ninigi (japanisch)

göttlicher Mensch der Shin-to-Religion
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Nin-shubur (sumerisch)

Fährfrau, auch Alter ego von Inanna
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Nin-sun

"Herrin der Wildkuh", Tochter von König Enmerkar, Mutter von Gilgamesch.
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Nin-ti (sumerisch)

Gemahlin von Enki, die den ersten "Menschen" Lahar (Adam ) gebiert.
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Ninurta

Gott des Krieges und des Sirius, Sohn von Enlil, Vorfahr Enkidus.
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Nippur

"Die Stadt der Wissenschaften" unter Enlil, ca. 60 km nördlich von Uruk.
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Ninisinna

"Große Ärztin der Schwarzköpfigen", Heilgöttin Sumers.
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Nommos (westafrikanisch)

fischmenschenartige Ahnen der Dogons
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Nordmeer

Erst seit Mitte der siebziger Jahre steht fest, daß das heutige Polarmeer gegen Ende der letzten Eiszeit größtenteils eisfrei war, während kilometerhohes Eis den Norden Europas, Asiens, Kanadas und den Süden Südamerikas bedeckte. Zu dieser Zeit - also vor der Sintflut - verlief der Golfstrom noch anders als heute.
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Nordpol

In der Erdgeschichte hat es relativ häufig Verschiebungen und komplette Umkehrungen der Magnetpole gegeben, die durch den sogenannten Paläomagnetismus in Gesteinen noch heute nachweisbar sind. Auch der geographische Nordpol, d. h. der nördliche Austrittspunkt einer gedachten erdachse, verlagerte sich etwa 8500 v. Chr. von Grönland um 3500 km zur heutigen Position. Der Beginn der "geologischen Neuzeit" ist durch die C14-Methode zweifelsfrei bestimmbar.
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Nut (ägyptisch)

die Himmelgöttin und Mutter von Osiris, Isis, Seth und Nephtys.
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Oannes (sumerisch)

Fischmenschen im Gefolge von Gott Enki
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Odin (germanisch)

Sohn Bors, tötet zusammen mit seinen Brüdern Wili und We den Eisriesen Ymir.
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Odyssee (griechisch)

für die legendäre Fahrt von Homers Odysseus existieren fast ebensoviele Interpretationen wie zu Platos Atlantisbericht. Obwohl die Odyssee stets ernstgenommen und der Bericht vom Untergang der atlantischen Zivilisationen von Anfang an angezweifelt wurde, basieren beide Überlieferungen auf wesentlich älteren Quellen. Während Plato sehr genau sagt, daß seine Geschichte aus Ägypten stammt, verschweigt Homer, daß die Abenteuer seines Helden auf die Fahrten von Jasons Argonauten und auf phönizische Erkundungs- bzw. Inspektionsfahrten in ägyptischem Auftrag zurückgehen. Die Odyssee war niemals eine reine Irrfahrt, denn Odysseus wußte sehr genau, an welcher "Niederlassung der Götter" er sich jeweils befand.
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Ogygia (griechisch)

Die geheimnisvolle Insel im großen Wasserkreis, dem Odeanos, die an Dilmun, Brasil und andere mythische Paradiese erinnert, wird in Homers Odyssee von der Nymphe Kalypso bewohnt und war 18 Tage vom bewohnten Land entfernt. Nach Thor Heyerdahl und anderen kann es sich bei Ogygia auch um die Südostspitze Arabiens gehandelt haben.
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Olymp

1. griechisch Olympos, 2918 m hohes Gebirge an der Grenze Thessaliens und Makedonien - höchstes Gebirge Griechenlands. Galt bei den alten Griechen als Sitz der Götter.

2. Mystischer Olymp (Uludäg),

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Opfer

Im Gegensatz zur Magie, bei der Menschen Mittel zur eigenen Stärkung anwenden, diente das Opfer in Sumer immer als Bitte an die Götter.
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Osiris (ägyptisch)

der von Byblos an der Küste Palästinas nach Ägypten gekmmene "Einwanderer", gilt als Gott des Nils und als Kulturbringer, der von seinem brüderlichen Rivalen Seth auf heimtückische Weise getötet wird. Seine schwesterliche Gemahlin Isis findet seinen Sarg und erweckt ihn wieder zum Leben und empfängt von ihm Horus. In den späteren ägyptischen Mysterien erhält Osiris zunehmend Züge von Tammuz. In hellenistischer Zeit wird er mit dem Stiergott Apis zu Osiris-Apis, Oserapis und schließlich zum Kunstgott Serapis.
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Pan-ku (chinesisch)

der Urriese formte aus dem eiförmigen Chaos die Erde (Yin) und den Himmel (Yang).
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Phönizier

Die ältesten präkeramischen Siedlungsgeschichten der Phönizier lassen sich aus dem 7. Jt. v. Chr. in Ugarit und Byblos im heutigen Libanon durch Wohnbauten, Heiligtümer und Grabmäler belegen. Die späteren Erfinder der Buchstabenschrift hatten als seefahrendes Volk Kontakte mit vielen frühen Kulturen. So soll z. B. der altägyptische Gott Osiris aus Byblos stammen.
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Planetoiden

Am 12. Februar 1947 schlugen nordwestlich von Wladiwostok auf 13 qkm Fläche etwa 100 Bruchstücke eines geplatzten Meteors bzw. kleinen Planetoiden ein, der ursprünglich nur 10 m groß war und etwa 1000 kg wog. Neununddreißig Jahre früher, am 30. Juni 1908, hatte ein anderer Planetoideneinschlag in der Mitte Sibiriens viel verheerendere Folgen. Der Knall des Aufschlags war 4200 Meilen weit zu hören, noch 400 Meilen entfernt wurden Personen und Fahrzeuge von der Druckwelle umgeworfen, und über ganz Nordasien und Nordeuropa breitete sich durch den aufgewirbelten Staub in der Atmosphäre tagelang ein dumpfes, rötliches Zwielicht aus. Im Popol Vuh wird ein noch gewaltigerer Einschlag vor exakt 10500 Jahren beschrieben. Der vorhellenistische Phaeton-Mythos berichtet über den Absturz des Sonnenwagens. Die Ägypter dokumentierten die Katastrophe in den Grabinschriften von Seti I. und Ramses III. als "Auge des Sonnengottes Re, das als Strafe für die Hybris der Menschen mit Blutregen, Schlamm und Asche vom Himmel herabfiel".
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Popol Vuh (indianisch)

"das Buch des Rates" der Mayas, in dem von der Erschaffungsgeschichte der Menschen, schöpferischen Intelligenzen und -astronomisch äußerst exakt- über die Katastrophe eines riesigen Meteoreinschlags und die Sintflut vor 10500 Jahren berichten wird.
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Priester (Sanga)

Die Priester waren die eigentlichen Herrscher der strengen kultisch-religiös aufgebauten sumerischen Stadtstaaten. Ihre Tempel- und Altarordnung löste die Zeit des dörflichen Matriarchats durch einen "religiösen Staatssozialismus" (Schmökel) ab. Nach der Verehrung zeugender Gottheiten, die noch immer der Großen Muttergöttin unterstanden, beanspruchte jede Stadt unter Anerkennung der obersten Götter eigene Stadtgötter. Zu den unterschiedlichen Priesterrängen und bezeichnungen gehören z. B.: Lugal, En, Ensi, Urigallu, Sanga-mach, Ischib (Reinigungspriester), Nin-din-girra (Oberpriesterin), Naditu und Schugitu (Tempelhuren).
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Pukku und Mikku

Die Paukenschlägel, mit denen Gilgamesch Macht über die Menschen gewinnt.
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Pusur-Amurri

Zimmermann von Ziusudras Arche
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Quetzalcoatl (aztekisch)

"die grüne Federschlange", ist einer der seltsamsten Nachfolger des aztekischen Stammgottes Hitzlipochtli. Der blonde, blauäugige und bärtige Kulturheros der Tolteken und Azteken, der in der Siedlung Tula lebte, brachte unter dem Namen Kukulkan auch den Mayas das Wissen der Götter bei. Die Azteken haben auch später immer daran geglaubt, daß Quetzalcoatl zurückkehren würde und nahmen deshalb die Invasion der Spanier als gottgegeben an. Später trugen auch die Hohepriester den Ehrennamen Quetzalcoatl.
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Ragnarök (germanisch)

Schicksalsweg der Götter, Götterdämmerung
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Rauschtrank

Schwarzes Bier, rotes Bier und gegorenes Bier unterschiedlicher Stärke, meist mit Halmen aus großen Gefäßen getrunken, um das Eindringen noch verbliebener Kornkerne zu vermeiden und die Rauschwirkung zu steigern.
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Rhea

in der griechischen Mythologie Titanin, die als Schwester und Gattin des Kronos u. a. auch Zeus gebar.
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Rollsiegel

Zylindrische Ton- oder Steinstempel mit unterschiedlichsten Motiven aus der Sagenwelt, Kampfszenen oder persönlichen Zeichen.
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Runen (germanisch)

In der Edda werden die Runen als Werkzeuge der Götter beschrieben, die von den Menschen weder rituell, magisch oder als Schriftzeichen benutzt werden durften. Runen tauchten nicht nur im hyperboräischen Kulturkreis auf, sondern auch in Ägypten und auf den Osterinseln. Jede einzelne Rune hat (ähnlich den heutigen Markenzeichen) neben einem Mitteilungswert auch eine imaginäre Wirkung, durch die Körper und Seele, Gesundheit und Stimmung gezielt angesprochen und beeinflußt werden sollen.
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Sahara

1956 entdeckte der Franzose Henri Lhote inmitten der Sahara Felsmalereien, in denen fruchtbare, von Flüssen durchzogene Landschaften mit Eichen und Nußbäumen erkennbar sind. Inzwischen wurden Hunderttausende von weiteren Zeichnungen, Keramikscherben und anderen Fundstücken der verwehten Sahara-Kultur entdeckt, die ihre Blütezeit zwischen 8000 und 5000 v. Chr. hatte. Die Steinzeitmenschen machten Jagd auf Nashorn, Giraffe, Elefant, Strauß und Antilope. Diese Sammler und Jäger sind wahrscheinlich die Vorfahren der später bis in die Kalahari abgedrängten Buschmänner. Erst um 2000 v. Chr. machten sich erste Anzeichen für das Austrocknen der Sahara bemerkbar.
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Schakan (sum. Sumukan)

Gott der Steppe und des Viehs.
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Schiwa (indisch)

Dreigott zusammen mit Brahma und Vischnu.
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Schlange

Die Schlange gehört zu den ältesten Symbolen der Erkenntnis, der Fruchtbarkeit, des Lebens und der großen Geheimnisse. Sie wird im Christentum verteufelt, weil sie nach dem Alten Testament die ersten Menschen dazu "verführt" hat, die Wahrheit (ME) udn das Wissen der Elohim zu erkennen.
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Schmuck

Die Sumerer benutzten Schminke und Salben, Öl und Farben, sowie Ketten, Armbänder und Ringe aus Bergkristall, Glas, Muscheln, Schnecken und Halbedelsteine.
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Schublugala

Lehns-Krieger, die im Frieden Land zugeteilt bekamen.
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Schukallituda

Oberster Gärtner von Kisch, Ziehvater von Gilgamesch.
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Schuruppak

Bereits vor der Flut existierende Stadt, ca. 40 km nördlich von Uruk.
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Seth (ägyptisch)

der Gott der Fremdländer, Bruder von Osiris, Isis und Nephthys, der auf ungewöhnliche Weise seinen Zwillingsbruder umbrachte.
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Shangri-La (tibetisch)

Mit diesem Kunstwort faßte der Engländer James Hilton die Berichte über ein von der Welt abgeschnittenes Refugium wissender Priester-Mönche im Himalaja zusammen, die ein völlig anderes Zeitgefühl haben als andere Menschen.
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Shin-to (sino-japanisch)

die auch "Kami no miche" = Weg der Götter genannte Stammesreligion fußt auf drei mythologischen Sammlungen. Die älteste davon ist die "Kuju-ki" (Geschichte der Begebenheiten der Urzeit). Danach stand am Anfang das Götterpaar Izanagi (einladender Herr) und Izanami (einladende Dame), die sich vermählten, die fruchtbare Insel Yamato gebaren und anschließend die sieben anderen großen Inseln Japans. Nach weiteren göttlichen Kindern für Meere, Flüsse, Pflanzen und Tiere beschlossen sie einen göttlichen Menschen zu schaffen, der über alles herrschen sollte. Dieses Kind war eine Tochter, die göttliche Ama-terasu, Göttin des Himmels und der Erde. Ähnlich wie bei den Sumerern entstand ein Geflecht von göttlich-familiären Problemen, die dazu führten, daß Ama-terasu ihren Enkel Ninigi in die "Felder des Schilfs" sandte, um die Erde zu beherrschen. Mit ihm endete das Zeitalter der Götter und das der Kaiser Japans begann.
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Shu (ägyptisch)

heiliger Geist, windhauch, Teil der Urzeugung von Geb (Erde) und Tefnut (Himmel).
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Siduri

"Das Mädchen", Halbgöttin, Wirtin am Todesfluß, hält für Wanderer einen letzten Trunk bereit.
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Sintflut

Die genaue Datierung der Sintflut ist bis heute nicht gelungen. Für große Flutkatastrophen gibt es Belege aus der Archäologie und aus Keilschriftfunden. Eine dieser gewaltigen Katastrophen überschwemmte z. B. eine Fläche von 659 x 150 km (das entspricht der Größe von Dänemark, Schleswig-Holstein und Niedersachsen) mit einer Wasserhöhe von mindestens 10 Metern ohne die Sturmwellen nahezu die gesamte altsumerische Kultur.
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Sklavenmarken

Tontafeln, mit Eigentümersiegel, oder Halsbänder mit Glöckchen, die jeder Sklave am Hals tragen mußte. Gelegentlich auch Tätowierungen durch die Scherer der Schafherden. Weitere Kennzeichen von Sklaven waren das Durchstechen der Ohren und das Abschneiden der Haare auf der vorderen Kopfhälfte.
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Soma (indisch)

der heilige Rauschtrank der Götter kann wie der griechische Nektar und der germanische Met die Menschen in gottähnliche Zustände erheben und ihnen Erkenntnis schenken.
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Sonne

 Die Sonne gehört zu einem Sternenhaufen, der sich mit 20 km/s auf einen Punkt im Sternbild des Herkules zubewegt. Herkules ist ein Sternbild am nördlichen Himmel.
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Sphinx

Bei den Assyrern ist die Sphinx ein Zwitterwesen aus verschiedenen Tieren, und bei den Griechen degeneriert sie zur Würgerin und zum drohenden Ungeheuer und Wächterin am Weg der Entscheidung. Sie stellt Rätselfragen und tötet alle, die nicht richtig antworten.
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Stiftmosaik

In der Sonne getrocknete oder gebrannte fingerlange Terrakottastifte, die unterschiedlich gefärbt zur Verzierung von Bauwerken verwendet wurden.
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Suin (sum. Nanna)

"Der Herr des Wachsens", Gott des Mondes, Stadtgott von Ur, sein Symbol ist der zunehmende Mond, der Names des Gottes bei Vollmond ist Nanna-suin.
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Sumer

Zu Beginn des 3. Jt. v. Chr. waren die sumerer im südlichen Mesopotamien zwischen Euphrat und Tigris in mehreren voneinander unabhängig regierten Stadtstaaten organisiert. Die vermutlich im 4. Jt. v. Chr. aus dem Gebirgsland im Osten eingewanderten Sumerer (d. H. "Kulturbringer") fanden bereits Siedlungen vor. Sie gelten als die Erfinder der (Keil-)Schrift und Urheber der ersten überlieferten und später von den Akkadern nochmals aufgezeichneten Groß-Epen der Menschheit. Zum sumerisch-akkadischen Kulturerbe gehören neben den erst im vorigen Jahrhundert aufgefundenen 12 Tontafeln mit dem Gilgamesch-Epos weitere Mythen wie der "Als oben"-Schöpfungsbericht, sowie die in Keilschrift festgehaltenen Berichte über Dumuzi und Inanna, Inannas Abstieg in die Unterwelt, Inannas Auseinandersetzung am Huluppa-Baum, Inannas Liebeslieder, der Mythos von der Paradiesinsel Dilmun und viele andere. Obwohl jeder Stadtstaat in sumer seine eigene Götterordnung hatte, sind die großen alten Götter wie An, Enki und Enlil überall in Sumer dokumentiert.
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Sumerer

"Die Kulturbringer", sie kamen von weit im Osten über das Hochland Persiens oder vielleicht über das Meer vom 2500 km entfernten Industal. Ihre Heimat nannten sie das "Melucha-Land". Die Schwarzköpfe mit gedrungen wirkenden, kräftigen Körpern trafen auf die ursprünglichen Bewöhner des fruchtbaren Landes im Mündungsgebiet von Euphrat und Tigris und lehrten sie, wie aus einem Korn mit zwei Ernten hundertfache Ernte eingebracht werden konnte. Sie legten die Sümpfe trocken, bauten Kanäle und dienten ihren Göttern, die so zahlreich waren wie die Sterne am Nachthimmel. Doch eines Tages, nach einer fast tausendjährigen Blütezeit, wurden sie zur Legende. Daß es sie wirklich gab, erzählen nicht nur viele Stellen der später verfaßten Bibel, sondern auch Tausende von Tontafeln mit Keilschriftaufzeichnungen.
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Tage

Ein Tag hatte 24 Stunden zu 60 Minuten. Mit dem Aufgang eines bestimmten Sterns wurde ein Gefäß mit Wasser gefüllt. Die Wassermenge, die bis zum gleichen Zeitpunkt des nächsten Tages durch eine kleine Öffnung floß, wurde gewogen und durch 12 geteilt. Daraus ergaben sich 12 Doppelstunden (Minen), die gleichzeitig eine Zurückgelegte Wegstrecke umschrieben.
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Talisman

Der Unterschied zwischen einem Talisman und einem Amulett besteht darin, daß der Talismann Gutes anziehen und das Amulett Böses abwehren soll. Sowohl Talisman als auch Amulett entfalten nach griechischen, türkischen, indischen, chinesischen und vielen anderen Überlieferungen ihre besondere Wirkung erst dann, wenn sie nach Geburtszeit, Planetenstand und persönlicher Aura "auf das Individuum abgestimmt" sind, während Fetische und Reliquien Speicher für positive bzw. negative Aufladungen sind.
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Tammuz (sumerisch)

auch Dumuzi, war ebenso wie Gilgamesch sowohl eine sehr alte mythische Figur als auch ein in historischer Zeit zum König von Uruk aufgestiegener Hirte, dessen Tragik im Zusammenstoß zwischen dem Matriarchat und der neuen, städtisch-patriarchalischen Lebensweise begründet ist.
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Tawa (indianisch)

der Sonnengott der für die nordamerikanischen Pueblo-Indianer als Schöpfer der Menschen gilt.
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Tefnut (ägyptisch)

die Feuchtigkeit, Teil der Urzeugung von Geb (Erde) und Tefnut (Himmel)
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Tempel

Der älteste erhaltene Tempel überhaupt steht in Abydos, Ägypten. Er wurde ca. 6000 v. Chr. erbaut und zeigt in seinen Reliefs ganze Heere von Schlangen und Barken mit Widderkopf als Symbole der Vorzeit. Zu beiden Seiten des Atlantiks existierten Stufentempel von fast identischer Bauart: in Mesopotamien (Ur, Uruk, Eridu, Babylon) ujnd Ägypten (Djoser-Pyramide) ebenso wie in Honduras (Copan-Tempelanlage) und Mexiko (Sonnenpyramide von Teotihuacan).
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Tiamat

"Große böse Mutter der Urzeit", myth. Göttin. Nicht zu verwechseln mit der Großen Muttergöttin des "Goldenen Zeitalters".
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Tiermenschen (mythisch)

Sumerer, Ägypter, Chinesen und Indianer berichten ebenso von Tiermenschen wie die griechische und die germanische Mythologie. Die Götter werden häufig gefiedert dargestellt, z. B. Horus als Falke, Quetzalcoatl als gefiederte Schlange und Viracocha als Vogelmensch. Aus nahezu allen früheren Kulturen sind weitere Mischwesen bekannt, die - oftmals geflügelt - menschliche, tierische und göttliche Eigenschaften miteinander vereinen. Bestimmte Fabeltiere wie der Pegasus, der Vogel Greif (Abzu), das Einhorn, der Drachen und die (der) Sphinx kommen ebenfalls sehr häufig in vorgeschichtlichen Überlieferungen vor.
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Thule (mythisch)

die "Insel der Seligen" mit der Hauptstadt Ultima. Thule lag hoch im Norden, am Rande der Welt im Bereich der Hyperboreer. Thule war die "Weltenschleuse", an der die tellurischen Ströme zusammenliefen und Menschen ihre materielle Existenzform verlassen konnten (z. B. der biblische Patriarch Henoch, der sich noch vor der Sintflut in den hohen Norden begab, wo sich "die Tore des Himmels" befanden.
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Titanen (mythisch)

Giganten, die Riesenwesen mit meist göttlichem Ursprung (d. h. auch Engel), die in der sumerischen, chinesischen, griechischen, keltischen und germanischen Mythologie wie auch im Alten Testament eine besondere Bedeutung als (mißlungene) Vorstufe zum heutigen Menschen darstellen.
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Titlacahuan (aztekisch)

Urgott, läßt vor der Flut ein Boot aus Zypressenholz für Nata und Nana bauen.
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Tiuz (germanisch)

erster der Götter des Himmels, des Friedens und der Fruchtbarkeit.
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Töpferscheibe

Sowohl die altindischen als auch die sumerischen Kulturen kannten die Töpferscheibe, während sie im alten Amerika nicht nachgewiesen werden konnte.
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Ubartutu

Der letzte König der Stadt Schuruppak vor der Flut, Vater von Ziusudra.
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UFO

siehe auch Ufo-FAQ
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Ur

"Türpfosten der Turmwohnung", Stadt südlich von Uruk, in der Nanna-suin, der Gott des vollen Mondes der Stadtgott war.
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Urnungal

Gilgameschs Sohn.
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Uruk

"Turmwohnung", Stadt am Unterlauf des Buranum unweit der ersten sumerischen Stadt Eridu. Zur Zeit von Gilgamesch ca. 5,5 qkm groß und die erste Hochkulturstadt der Menschheit. Die ursprünglich dur Mesch-aga-schek gegründete Stadt Eanna am gleichen Platz wird zum geheiligten Eanne-Bezirk im Zentrum von Uruk, in dem sich der Weiße Tempel auf einer Stufenterrasse und das Inanna-Heiligtum mit einer für spätere Tempelbauten richtungsweisenden Langcella befinden.
das heutige Warka, das in der Bibel Erech genannt wurde, gehörte zu den bedeutendsten Stadtstaaten im südlichen Mesopotamien mit Inanna als Göttin und Gilgamesch als tyrannischem König.
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Utgard (germanisch)

der öde, noch lebensfeindliche Raum, in unmittelbarer Nähe des abschmelzenden Eises, in den die Riesenwesen der Götter verbannt wurden.
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Utu (sumerisch)

Gott der Sonne und der Gerechtigkeit, Bruder von Inanna.
Der Sonnengott und Bruder von Inanna findet seine Entsprechung im akkadischen Schamasch, im ägyptischen Re, im griechischen Apoll und unter vielen anderen Namen.
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Uygur (asiatisch)

auch Uigur, das etwa 1000 km große, ovale Tarimbecken nördlich des Himalaja, in dem heute alle vonden Bergen im Süden, Westen und Norden kommenden Flüsse spurlos versickern.
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Viracocha (inkaisch)

"Der See von Schaum", kam als Ur- und Schöpfungsgott der Inka aus den Fluten des Titicacasees oder aus dem Wasser im Osten hervor, um den Himmel, die Erde und einige Lebewesen zu erschaffen. Der Zustand wäre vollkommen gewesen, wenn es ein wenig Licht gegeben hätte. Als die Menschen in der Finsternis umhertappen mußten, wurden sie ärgerlich. Um sie zu bestrafen, verwandelte Viracocha sie in Steine und kehrte in den See zurück. Nach einiger Zeit stieg er zum zweiten Mal (auch in Sumer kamen die Götter zweimal) aus den Fluten und schuf eine neue Art von Menschen, die fähig waren, sich selbst zu regieren. Viracocha war nach den Überlieferungen der Inkas Groß, blond, bärtig und von weißer Haut (deshalb wurde der Eroberer Pizarro im 16. Jahrhundert mit diesem Ur-Gott identifiziert.
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Vischnu (indisch)

Dreigott zusammen mit Brahma und Schiwa
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Wann (germanisch)

nordisches Göttergeschlecht der Fruchtbarkeit, wahrscheinlich noch älter als die Asen.
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Weda

das alte religiöse Schrifttum der Inder. die älteren Texte (ab ca. 1200. v. Chr.) beschreiben die wed. Religionen, die jüngeren den Brahmanismus.
Weda besteht aus 4 Samhitas, einer Sammlung von Liedern und Sprüchen.: Rig-Weda (Gottes-Hymnen), Sama-Weda (Opfergesänge), Jadschur-Weda (Opfersprüche), Atharwa-Weda (Zauberlieder.
Insgesamt gilt die Weda als Offenbarung.
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Weden (indisch) - auch Veden

die Rigweda als älteste der vier Weden (vor der Yayurweda, samaweda und Atharwaweda) wurde vor mehr als 4000 Jahren in Sanskrit geschrieben. Sie berichtet über die bereits sehr komplexe Kosmogonie und den Kult der ältesten Arya.
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 Werwer

Gott des Wetters, auch als Adad erwähnt.
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Winde

Für die Sumerer waren Winde gleichzeitig Angaben der Haupthimmelsrichtungen:
- der kalte Gebirgswind aus Nordosten
- der günstige Wind aus Nordwesten
- der Wind der Wolken aus Südosten
- der Sturmwind aus Südwesten.
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Wondschinas (australisch)

Urgötter, von denen die Aborigines erzählen, daß sie die Erde erschaffen und Ordnung in das Chaos gebracht haben. Die farbigen Felszeichnungen von Wondschinas zeigen mundlose Wesen mit einer Art Aura und auffälligem Schmuck an einer Art Halskette.
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Wotan (germanisch)

auch Odin (Uotan bei den Azteken), holte als Stammvater und Heilkundiger Gott gefallene Krieger heim nach Wlahll.
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Yggdrasil (germanisch)

Die Rauchwolke, die über tätigen Vulkanen steht, kann wie ien großer, bis in den Himmel reichender Baum aussehen - besonders, wenn man sich vom Meer aus einem gewaltigen Inselkegel nähert. Das Bild vom Weltenbaum oder Baum der Erkenntnis, in dem wie bei Yggdrasil Adler, Eichhörnchen, Hirsche, aber auch Drachen oder Schlangen leben (siehe auch Huluppa-Baum) taucht sowohl im Alten Testament als auch in der Edda, in ägyptischen und in indischen Sagen auf.
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Ymir (germanisch)

der Eisriese, den die Reifriesen wegen seines gewaltigen Rauschens bei der Berührung von Eis Ögelmir nennen, Großvater des nordischen Noah Bergalmir.
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Zabardi Banuga

"Gleich der glänzenden Bronze, eng aber schmiegsam", Waffenschmied, Kriegeranführer im Epos.
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Zedernwald

(am "oberen Meer") im heutigen Libanon und Syrien. Seine Ausdenung betrug 60 Doppelstunden (a`10,8 km = 650 km) Die Zedern konnten, bei einem Stammumfang bis zu 14 Metern, 30 Meter hoch werden.
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Zeitalter

In unseren Tagen, gegen Ende des zwanzigsten Jahrhunderts n. Chr., beginnt ein neuer, 2150 Jahre dauernder kosmischer Zyklus: das Zeitalter des Wassermanns, das offensichtlich einen Umbruch in allen bisher dominierenden Wertekategorien und inneren Bezugssystemen einleitet. Zwölf kosmische Zeitalter ergeben die Spanne von 25800 Jahren. So lange dauert es, bis die Erdachse ihre kreisförmige Taumelbewegung um die Ekliptikachse einmal vollendet.
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Zeus (griechisch

Uranos und Gaia schufen eine ganze Reihe von Mißgeburten, z. B. die einäugigen Kyklopen, mörderische Hekatoncheiren, Furien, Giganten und schließlich die Titanen. Kronos, der jüngste von ihnen, zeugte mit Gaias Nachfolgerin Rhea das gesamte Herrschergeschlecht der Olympier mit Zeus, Hera, Poseidon, Hades, Demeter und Hestia.
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 Zikkurat

"Tempel der Götter", alle sumerischen Städte wurden von einem Stufentempel beherrscht. Die massive, aus sonnengetrockneten Ziegeln erbauten Hochterrassen mit schrägen Seiten dienten ursprünglich als Schutzebenen gegen Feinde und Überflutungen. Später wurden über der obersten Terrasse ein Tempel als "Tor für die Götter" errichtet, zu dem nur auserwählte Priester Zugang hatten. Oft waren die beiden unteren Terrassen als Symbol für die Unterwelt schwarz gefärbt, die dritte Stufe erhielt die Farbe rot für die Erde, der Tempel war lapislazuliblau wie der Himmel lasiert, und das vergoldete Kuppeldach stellte die Ebene der Götter dar. Die Terrassen waren durch drei durchgehende Außentreppen mit mindestens hundert Stufen erreichbar. Die Reste der ausgegrabenen Zikkurat von Uruk haben einen fast quadratischen Grundriß von 56 x 50 m und ihre Seiten waren nach den vier Haupt-Windrichtungen ausgerichtet.